Verkehrssicherheit
Weg-Steg-Variante in Ausarbeitung

Wie aus dem Bilderbuch – der Turm am Ostufer des Ossiacher Sees.
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  • Wie aus dem Bilderbuch – der Turm am Ostufer des Ossiacher Sees.
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Bitte warten heißt es im Bleistätter Moor. An einer sicheren und sinnvollen Lösung für alle Verkehrsteilnehmer wird gearbeitet.

BLEISTÄTTER MOOR. Das neu entstandene Naturjuwel und Schutzgebiet am Ostufer des Ossiacher Sees hat sich zu einem wahren Ausflugsziel-Magneten entwickelt.
Um den Besucherstrom und die Verkehrsteilnehmer, die die Bleistätter Moor Landesstraße derzeit gemeinsam frequentieren, in geregelte Bahnen lenken zu können, wird an einem sinnvollen und zugleich sicheren Konzept gearbeitet. "Fußgänger, Radfahrer, Skater, Autofahrer – sie alle begegnen sich in diesem Bereich. Unser Ziel ist es eine Gesamtlösung zu schaffen", sagt Helmut Serro, Unterabteilungsleiter der Abteilung 8 und zuständig für das Projekt Bleistätter Moor. "Konkret sollte es neben der bereits angekündigten Weg-Steg-Kombination für Fußgänger entlang des Flutungsbereiches auch eine Variante für Radfahrer geben."

Lösung für Radfahrer wird gesucht

Derzeit werden intensive Berechnung angestellt, um machbare Szenarien zu entwickeln. "Der Moorboden erschwert die Sache natürlich ganz erheblich. Auf der rund 1,2 Kilometer langen Strecke haben wir es mit unterschiedlichen Untergrundgegebenheiten zu tun", schildert Serro. "Dieses spezielle Umfeld erfordert ganz spezielle Maßnahmen." Angedacht sei aber ein zur Fahrbahn begleitender Radfahrstreifen. "Wie genau das aussehen soll, wird derzeit anhand von Berechnungen geplant."

Tempolimit

Heuer, so erklärt der Projekt-Verantwortliche, müsse man auf Maßnahmen, die bereits in den vergangenen Jahren während der Sommermonate gültig waren, zurückgreifen. "Die 70km/h-Beschränkung wird wieder schlagend und zudem werden die Elemente, die zur Straßenverengung dienen, montiert." Fortgesetzt werden demnächst auch die baulichen Maßnahmen beim geplanten Besucherzentrum (Parkplatz im Bereich der Gemeinde Ossiach). "Sobald es die Temperaturen und die Bodenverhältnisse zulassen wird der Info-Point fertiggestellt", erklärt Serro. "Der Container wird mit Holz verkleidet und zu speziell ausgewiesenen Öffnungszeiten werden Ansprechpartner vor Ort anwesend sein, um Auskunft zu geben. Hier sollte dann auch der Treffpunkt für jene Personen, die für eine Führung durch das Schutzgebiet angemeldet haben, sein." Auf diesem Areal befindet sich auch eine öffentliche WC-Anlage, die ganzjährig genutzt werden kann. "Die Toilette ist beheizt und an das Kanalnetz angeschlossen. Das Naturschutzgebiet wird von vielen Menschen besucht, daher muss es dort auch die Möglichkeit geben ein WC, das übrigens täglich gereinigt wird, aufzusuchen." Die Kosten für die Errichtung und die Instandhaltung der Anlage übernimmt das Land Kärnten, die Gemeinde Ossiach unterstützt dies durch kleinere Maßnahmen wie das Auf- und Absperren.

Ein Ausflugsziel mit Charakter

Große Bedeutung hat der Slow Trail im Bleistätter Moor für den Tourismus. Sowohl Einheimische als auch Gäste besuchen das Naturjuwel, um Flora und Fauna hautnah erleben zu können. "Das Slow Trail ist aufgrund seiner Nähe zum Wasser besonders attraktiv", sagt die Vorsitzende des Tourismusverbandes Gerlitzen Alpe-Ossiacher See Veronika Zorn-Jäger. "Man kann die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und gleichzeitig die einzigartige Flora in aller Ruhe auf sich wirken lassen." Eine Erweiterung um eine Weg-Steg-Variante für Fußgänger ist für sie äußerst begrüßenswert. "Wichtig ist, dass man hier getrennte Lösungen für Fußgänger und Radfahrer findet und realisiert, um Konflikte zu vermeiden", betont Zorn-Jäger.

Pflege ist notwendig

Der Tourismusverband ist auch für die Pflege und Sauberhaltung des Trails zuständig. "Regelmäßig sind unsere Mitarbeiter im Gebiet unterwegs, um Mistkübel zu entleeren und achtlos entsorgten Müll zu entsorgen", so die Tourismusverband-Obfrau. Einmal mehr stellt sie auch klar, dass das Campieren im Schutzgebiet absolut verboten ist. "Das Gebiet ist und bleibt der Natur vorbehalten. Wir Menschen sind hier definitiv nur Gäste."
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Zur Sache
Die Slow Trails sind Markenbotschafter, durch welche man die sieben Typologien der Kärntner Seenlandschaft erfahren kann. Sie stehen für „slow motion“ statt „high speed“ und bieten gemächliches entspanntes Wandern im achtsamen Umgang mit der Landschaft und sich selbst. Im Hinblick auf Technik und Schwierigkeit sind die Slow Trails einfach zu begehen.
Im Frühling ist es lohnenswert eine geführte Wanderung durch einen Ornithologen zu buchen. Jeder Besucher ist angehalten aus Respekt gegenüber der Natur den Abfall wieder mitzunehmen.
Strecke: 7,1 km
Dauer: 2 Stunden

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