Fokus Frau
Wenn Frauen nicht wissen wohin

Wissen von der Notwendigkeit der Notschlafstelle: Waltraud Bina (l.) und Renate Dielacher vom "Lichtblick" Feldkirchen.
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  • Wissen von der Notwendigkeit der Notschlafstelle: Waltraud Bina (l.) und Renate Dielacher vom "Lichtblick" Feldkirchen.
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2014 wurde mit "Lilith" ein Projekt für Frauen in Not vom Soroptimist Club Feldkirchen gestartet. Seit Anfang des Jahres betreut der "Lichtblick" die Initiative.

FELDKIRCHEN (fri). Was, wenn Frauen nicht mehr weiter wissen? Wer kann, will helfen? Ausgehend von dieser Situation machte sich die damalige Präsidentin des Soroptimist Clubs Feldkirchen, Claudia Krappinger, Gedanken und setzte mit Hilfe des Clubs, der Fachhochschule Kärnten (Standort Feldkirchen), der Diakonie de La Tour und dem "Lichtblick" Feldkirchen ein Zeichen gegen die Gewalt.

Aus der Not erfunden

Als Charakterprojekt wurde eine Wohnung gefunden, in der Frauen mit ihren Kindern vorübergehend kostenlos Unterkunft finden können. Seither haben dort schon viele Frauen Zuflucht gefunden und danach einen Neustart gewagt. Unterstützt wurden die Bewohnerinnen in dieser Zeit von Clubschwestern, die ihnen bei Fahrten, Besorgungen oder rechtlichen Fragen zur Seite standen. Die psychologische und soziale Betreuung wurde von Beginn an von "Lichtblick"-Mitarbeiterinnen übernommen.

Situation neu überdenken

Mit Beginn des Jahres 2020 wurde das Projekt Lilith komplett von der Mädchen-, Frauen- und Familien-Beratungsstelle "Lichtblick" übernommen. "Solche Einrichtungen – Notschlafunterkünfte oder Wohnungen – sind notwendig, um Frauen und Kindern, welche in der Familie Gewalt erleben, einen Ausweg aus ihrer prekären Situation zu bieten", betont "Lichtblick"-Vorsitzende Waltraud Bina. "Über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten können Frauen gemeinsam mit ihren Kindern in der Wohnung bleiben. Bis dahin sollten Entscheidung über den weiteren Lebensverlauf – Einstieg in ein selbstständig geführtes Leben, Rückkehr zum Partner, Aufnahme ins Frauenhaus – getroffen werden. Meist wartet im Hintergrund schon eine Frau auf die Aufnahme."

Netzwerk an Hilfestellung

Während dieser Zeit erhalten die Betroffenen Beratung und Begleitung durch das "Lichtblick"-Team. "Eine Sozialarbeiterin steht als Ansprechperson bereit, psychologische Betreuung durch eine Therapeutin kann in Anspruch genommen werden. Es ist uns wichtig, dass Frauen ihr Selbstwertgefühl wiedererlangen und ihre Fähigkeiten und Stärken mitnehmen", so die Feldkirchner Sozialreferentin Stadträtin und "Lichtblick"-Vorstandsmitglied Renate Dielacher. "Seitens der Stadtgemeinde kann über das Sozial- und Wohnungsamt Hilfestellung bei der Wohnungssuche geboten werden." Der Kontakt zum "Lichtblick" sowie die Begleitung bleiben so lange aufrecht, wie Bedarf besteht. Bina und Dielacher betonen, dass während der Corona-Krise kein erhöhter Bedarf für die Notunterkunft verzeichnet wurde.
"Lichtblick" Notschlafstelle Spenden-Konto:
AT93 2070200000006205

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