Woche des Waldes: Der Wald kommt in die Stadt

Der Wald hat viele Funktionen, die dem Menschen zugute kommen
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  • hochgeladen von Isabella Frießnegg

FELDKIRCHEN. Bis 17. Juni stehen "Wälder für nachhaltige Städte" im Fokus der "Woche des Waldes". Damit sich die Menschen mit dem Thema Wald und dessen Funktionen auseinandersetzen, organisiert die Forstbranche die Schwerpunkt-Woche. Kärnten beteiligt sich mit dem Wald-Erlebnistag am 14. Juni in Feldkirchen, organisiert vom Kärntner Forstverein in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach, der LK sowie der Landes-Forstdirektion, finanziell unterstützt vom Land Kärnten.

Ausstellung am Feldkirchner Hauptplatz

700 Schüler werden erwartet, 22 Aussteller präsentieren am Feldkirchner Hauptplatz ihre Arbeit und informieren über Ausbildungs- und Berufschancen in der Forst- & Holzwirtschaft. Experten führen durch einen Parcours mit Info-Stationen. "Einmal im Jahr bringen wir den Wald in die Stadt", erklärt Johannes Thurn-Valsassina, Präsident des Forstvereins.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler betont, dass nur ein bewirtschafteter Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllen könne: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung muss Vorrang haben. Im neuen Regierungsprogramm wurde mit den Grundeigentümern der konsensuale Naturschutz verankert. Beim Thema Natura 2000 erwarte ich mir daher Transparenz über etwaige Bewirtschaftungseinschränkungen im Vorfeld der Ausweisung von Flächen."
Das Land stellt heuer doppelt so viel Budget für den Erhalt der Waldbewirtschaftung zur Verfügung als 2017. "Wir investieren rund 6,6 Millionen Euro, der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung für die von Sturmschäden betroffenen Gebiete, auf der Aufforstung sowie der Schutzwaldpflege", erklärt Forstreferent Landesrat Martin Gruber. "64 Prozent unserer Landesfläche sind von Wald bedeckt. Die Wälder sind gut erschlossen, aber es braucht Fördermaßnahmen, um Anreize für die Bewirtschaftung zu schaffen", begrüßt Landes-Forstdirektor Christian Matitz die Maßnahmen.

Wald schafft Arbeitsplätze

"Mit 30.000 Beschäftigten ist die Holz- und Forstwirtschaft gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Arbeitgeber", unterstreicht Leopold Schnaubelt, Obmann der Plattform Pro Holz, die große Bedeutung der Forstwirtschaft. Sein Appell an die öffentliche Hand, vermehrt mit Holz zu bauen, stößt er bei Landesrat Gruber auf offene Ohren: "Kärnten ist ein Waldland. Das soll man auch in der Infrastruktur unseres Landes erkennen. In meinen Referatsbereichen, beispielsweise dem Brückenbau, werde ich ganz klar Holz als Baustoff forcieren." Gemeinsam mit der Kärntner Forstbranche soll bis Ende des Jahres ein entsprechendes Strategiepapier zum Holzland Kärnten erarbeitet werden.

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