Wolf
"Wölfe haben keinen Platz auf unseren Almen"

Ab in den Stall: Vorzeitiger Almabtrieb auf der Hochrindl
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Der Wolf ist auch im Bezirk Feldkirchen angekommen. Auf der Hochrindl hat er mehrere Schafe gerissen.

HOCHRINDL, KLAGENFURT. Jäh war die Almidylle in der Nähe des Weißen Kreuzes auf der Haidnerhöhe zu Ende, als dort vorige Woche zehn verendete Schafe gefunden wurden. Es ist die Bilanz eines Wolfes, der die Herde – bestehend aus 34 Schafen – angegriffen hatte. Für die betroffenen Almbauern ein harter Schlag.

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Hochrindl betroffen

"Zehn getötete Schafe, ein schwer verletztes und drei vermisste Tiere. In kurzer Zeit war die Herde um mehr als ein Drittel dezimiert", sagt der Albecker Bürgermeister Wilfried Mödritscher, der als Landwirt und Schafhalter auch selbst betroffen ist. "Wir mussten die Tiere jetzt schon nach Hause holen. Üblicherweise bleiben sie bis Ende September auf der Alm, aber unter diesen Voraussetzungen ist das in diesem Jahr nicht möglich." Neben dem wirtschaftlichen Schaden – getötete Tiere und extra Futtermittel, wenn die Schafe jetzt schon im Stall gehalten werden müssen, wird auf die Futtervorräte für den Winter zurückgegriffen – macht Mödritscher auch die Hilflosigkeit zu schaffen. "Unsere Tiere bewegen sich frei auf den Almen und haben maßgeblichen Anteil an dieser Kulturlandschaft, indem sie Flächen frei halten und unseren Almen ihren Charakter geben."

Anpassung ist notwendig

In eben dieses Horn bläst auch Landwirtschaftskammerpräsident Siegfried Huber: „Wölfe haben auf Kärntens Almen keinen Platz. Wenn wir unsere Almwirtschaft und unsere Tiere schützen wollen, führt an einem Abschuss kein Weg vorbei!“ Mit diesen Worten überreichte er gemeinsam mit den betroffenen Almbauern eine in der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung einstimmig verabschiedete Resolution an Landtagspräsident Reinhart Rohr. Darin gefordert wird eine Anpassung der landesgesetzlichen Bestimmungen, die eine raschere Entnahme ermöglichen könnten.

Möglicher Rechtsweg

Wölfe sind durch EU-Recht streng geschützt und der juristische Spielraum für Entnahmen ist eng. „Dieser strenge Schutz muss gelockert werden. Aber bis das auf EU-Ebene umgesetzt ist, müssen wir versuchen, vor Ort Antworten zu finden“, betont Huber. Aufbauend auf eine aktuelle Rechtsexpertise wurde daher gemeinsam mit anderen Bundesländern nach Lösungen gesucht. Demnach sollen sogenannte „Weideschutzgebiete“ auf Almen eingerichtet werden. In diesen Gebieten wären Herdenschutzmaßnahmen bereits per Definition als „unzumutbar und unverhältnismäßig“ ausgeschlossen. Ergänzend dazu braucht es eine zeitnahe Rechtsdefinition von Problemwölfen, die sich daran orientiert, ob Wölfe Nutztiere reißen oder nicht. So könnten die Voraussetzungen geschaffen werden, bei Nutztierrissen auf Almen Wölfe rascher und unbürokratischer als bisher entnehmen zu können.

Kein Herdenschutz im alpinen Gelände

„Herdenschutz ist im alpinen Gelände unzumutbar. Jeder Wolf, der unsere Tiere angreift oder tötet, ist ein Problem-Wolf und muss entnommen werden können!“, fordert der LK-Präsident und verweist auf die blutige Opferbilanz von bereits über 40 Schafen und Lämmern im heurigen Almsommer alleine in Kärnten. Abschließend betont er: „Das Thema Wolf eignet sich nicht für politisches Hickhack. Alle sind aufgefordert, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und darum bitte ich die Abgeordneten im Kärntner Landtag!“

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