Eltern haben Recht, aber Kinder Rechte

Bernhard Seidler, der Leiter des steirischen Kinderbüros, engagiert sich nun auch im Leitungsteam des Netzwerks Kinderrechte Österreich. „Unentgeltlich, aber wahrlich nicht umsonst, wenn wir etwas weiterbringen können.“
  • Bernhard Seidler, der Leiter des steirischen Kinderbüros, engagiert sich nun auch im Leitungsteam des Netzwerks Kinderrechte Österreich. „Unentgeltlich, aber wahrlich nicht umsonst, wenn wir etwas weiterbringen können.“
  • Foto: Oliver Wolf
  • hochgeladen von Verena Schleich

Bernhard Seidler vom steirischen Kinderbüro ist nun im Leitungsteam des
Netzwerks Kinderrechte Österreich: „Noch gibt es viel zu tun.“

Das Netzwerk Kinderrechte Österreich ist ein Zusammenschluss von 30 Organisationen, die sich seit über zehn Jahren für die Jüngsten der Gesellschaft starkmachen. Seit Kurzem gehört auch Bernhard Seidler vom steirischen Kinderbüro dazu.

Kürzlich wurde ein Teil der UN-Kinderrechtskonvention in die österreichische Verfassung aufgenommen – zufrieden?

Seidler: Es ist erfreulich, dass eine jahrelange Forderung nun im Bundesverfassungsgesetz verankert wird. Gleichzeitig wurden Vorbehalte eingeräumt, dass wieder das Recht der Erwachsenen angewandt wird.

Also erhielten nur jene Kinderrechte Verfassungsstatus, bei denen es leicht ging?

Seidler: Das könnte man durchaus unterstellen, ja.

Wo hapert es noch?

Seidler: Es geht um die Gleichberechtigung von Kinderanliegen. Heikle Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Freizeit wurden zum Teil ausgeklammert.

Ist die Angst des Gesetzgebers vor möglichen Folgen zu groß?

Seidler: Die Vermutung liegt nahe, dass man sich davor fürchtet, dass Kinderrechte schließlich auch eingeklagt werden können.

Stichwort Lärmschutzwand vor Kindereinrichtungen?

Wir haben mit der Forderung, dass Geräusche, die Kinder machen, nicht mehr als Lärm angesehen werden, ein klares Statement gesetzt. Wenn Kinder lachen und spielen ist das kein Lärm. In Berlin wurde das bereits umgesetzt.

Wie sieht es prinzipiell mit der Kinderfreundlichkeit in Österreich, in der Steiermark aus?

Grundsätzlich geht es heimischen Kindern gut, aber es gibt Bereiche, die verbesserungswürdig sind. Wir NGOs verfassen – gleichzeitig zum Staatenbericht, den Österreich diesbezüglich abgeben muss – einen sogenanten Schattenbericht. Da geht es etwa darum, dass Kinder diskriminiert werden. Minderjährige Flüchtlinge sind davon genauso betroffen wie Kinder mit Migrationshintergrund beziehungsweise mit Behinderung. Die Steiermark nimmt im Vergleich zu anderen Bundesländern eine Vorreiterrolle ein, auch wenn bei uns nicht alles eitel Wonne ist.

Kinderrechte werden im Zuge von Obsorgeverhandlungen immer wieder ins Spiel gebracht, zu Recht?

Man muss aufpassen. Natürlich hat jedes Kind das Recht auf beide Eltern. Aber die Kinderrechte dürfen nicht instrumentalisiert werden, um die Bedürfnisse von Eltern zu befriedigen, die einfach recht haben wollen. Dabei geht es doch oft viel zu wenig wirklich um den Nachwuchs.

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