„Ich freue mich auf die Wahl 2013!“

Stefan Petzner will zweistellige Anzahl an zweisprachigen Ortstafeln
  • Stefan Petzner will zweistellige Anzahl an zweisprachigen Ortstafeln
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Zahlenspiele mit Stefan Petzner: Der BZÖ-Wahlkampfstratege will 2013 zulegen und fordert weniger als 100 zweisprachige Ortstafeln.

WOCHE: Aktuellen Umfragen zufolge käme das BZÖ bei Nationalratswahlen auf 5 % der Stimmen. Überrascht?
Stefan Petzner: Wir legen zu und ich bin mir tausendprozentig sicher, dass wir ein zweistelliges Ergebnis einfahren werden. Ich freu mich schon so auf die Nationalratswahl 2013, dass ich’s gar nicht sagen kann.

Woher dieser Optimismus – bei Landtagswahlen fällt das BZÖ stets durch?
Die Strategie, nicht die FPÖ kopieren zu wollen, sondern die bürgerlichen Wähler der Mitte anzusprechen, geht auf. Ich soll das BZÖ-Strategieteam leiten, das sich bereits jetzt mit der Vorbereitung der Wahl beschäftigt.

In Kärnten ist das BZÖ kaum präsent …
… wir waren in den letzten Monaten stark auf die Bundesebene konzentriert, weil das Budget große Auswirkungen auf Kärnten hat, aber das wird sich wieder ändern. Es läuft alles nach Plan. Außerdem haben wir in Kärnten eben erst eine sehr erfolgreiche Unterschriftenaktion gegen die rot-schwarzen Kürzungen bei den Familien gemacht.

Wie ist das Verhältnis Stefan Petzners zu Landeshauptmann Gerhard Dörfler?
Trotz aller Turbulenzen und Spaltungen habe ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu ihm.

Beraten Sie Dörfler?
Wir telefonieren immer wieder und er fragt mich nach meiner Meinung. Erst jüngst hat er mich angerufen, wie ich den ÖVP-Vorstoß in der Ortstafelfrage strategisch bewerte. Aber ich bin nicht Dörflers Stratege und Berater. Er sagt mir seine Sicht der Dinge und ich ihm meine.

Vorstellbar, dass Stefan Petzner zur FPK wechselt?
Das ist aus heutiger Sicht nahezu ausgeschlossen. Wir verfolgen als BZÖ einen erfolgreichen Kurs.

In der Ortstafelfrage sind Sie kompromissloser als Dörfler.
Die Frage muss im Nationalrat geregelt werden – das BZÖ ist also ein Faktor, wir sitzen am Verhandlungstisch. Die kolportierten 150, 160 zweisprachigen Ortstafeln werden fürs BZÖ schwer machbar sein. Das Ziel als Kärntner muss es sein, sich vom Status quo möglichst wenig entfernen zu müssen.

Wie lautet Ihr Ziel?
Ich als Volksgruppensprecher des BZÖ verhandle auf Basis des Status quo – 92, 93 Tafeln.

Aber eine dreistellige Zahl an zweisprachigen Ortstafeln muss wohl auch das BZÖ hinnehmen, oder?
Es muss eine Lösung unterhalb einer dreistelligen Zahl möglich sein – eine Zustimmung des BZÖ zu einer dreistelligen Zahl an zweisprachigen Ortstafeln ist nicht möglich.

Beraten Sie den ehemaligen Hypo-Chef Wolfgang Kulterer?
Ich bin nicht der Berater von Herrn Kulterer, aber ich habe ihm schon vor der U-Haft gesagt, dass er in die Offensive gehen soll und seine Strategie zu schweigen falsch ist. Er hat nun erkannt, dass er dazu beitragen kann, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Ich stehe nicht auf der Payroll des Herrn Kulterer, ich wäre wohl auch zu teuer.

Auf wessen Payroll stehen Sie dann?
Natürlich bin ich auch privatwirtschaftlich sehr erfolgreich tätig. Alle Kunden sind sehr zufrieden.

Was machen Sie? Werbung? Sind Sie Lobbyist?
Ich bin PR-Berater.

Angemeldet?
Ich mach das über die Agentur von Richard Wagner. Aber ich sitze nicht jeden Tag in Monaco.

Welche Kunden haben Sie?
Diskretion ist in dem Geschäft alles, aber es wären so manche erstaunt, wer alles dazu gehört.

Interview von Uwe Sommersguter

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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