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Kärnten setzt auf modernste Technik gegen Tuberkulose

LHStv. Peter Kaiser präsentiert den neuen Röntgenwagen des Landes Kärnten, das „Lungi-Mobil“. „Damit sind wir in der Lage, die Gesundheit aller in Kärnten lebenden Menschen noch besser zu schützen und stellen der Bevölkerung die modernste Medizintechnik im mobilen Einsatz zur Verfügung. Kärnten zählt damit zu den Bundesländern mit der modernsten Ausstattung bei der Tuberkulosevorsorge“
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  • LHStv. Peter Kaiser präsentiert den neuen Röntgenwagen des Landes Kärnten, das „Lungi-Mobil“. „Damit sind wir in der Lage, die Gesundheit aller in Kärnten lebenden Menschen noch besser zu schützen und stellen der Bevölkerung die modernste Medizintechnik im mobilen Einsatz zur Verfügung. Kärnten zählt damit zu den Bundesländern mit der modernsten Ausstattung bei der Tuberkulosevorsorge“
  • Foto: Foto Gert Eggenberger
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SPÖ-Vorsitzender LHStv. Peter Kaiser stellt neuen Röntgenwagen des Landes Kärnten vor: „Damit können wir die Gesundheit der Kärntnerinnen und Kärntner noch besser schützen und ermöglichen eine schnellere und bessere Befundung durch den Facharzt sowie eine Reduktion der Kosten.“

Seit März verfügt Kärnten über einen hochmodernen Röntgenwagen, der eine flächendeckende Tuberkulosevorsorge ermöglicht.

„Damit sind wir in der Lage, die Gesundheit aller in Kärnten lebenden Menschen noch besser zu schützen und stellen der Bevölkerung die modernste Medizintechnik im mobilen Einsatz zur Verfügung. Kärnten zählt damit zu den Bundesländern mit der modernsten Ausstattung bei der Tuberkulosevorsorge“, so Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser anlässlich der heutigen Präsentation des neues Röntgenwagens gemeinsam mit Lungenfachärztin Dr. Renate Schaal-Beier, Radiologietechnikerin Margit Wieser (Team Röntgenwagen) und Dr. Christian Geltner, Vorstand der Klinik für Pulmologie am Klinikum Klagenfurt. „Getauft“ wurde der Lungenröntgenwagen von Kaiser kurzerhand auf den passenden Namen „Lungi-Mobil“.

Laut Tuberkulosegesetz sind die Bezirkshauptmannschaften verpflichtet, mit geeigneten Maßnahmen eine lückenlose Tuberkulosevorsorge sicherzustellen. Der neue Röntgenwagen leistet dafür einen zentralen Beitrag. Die Anschaffung des rund 1,5 Millionen Euro teuren Wagens – ein Sattelaufleger der Firma MAN mit Zugfahrzeug – erfolgte über eine Leasingfinanzierung. Für Kaiser ist die Investition ein Beitrag zum „intelligenten Sparen“: „Durch den mobile Röntgenwagen ersparen wir uns die Kosten für eine ansonsten fällige Umrüstung der Röntgenanlagen in den Bezirkshauptmannschaften, die mit 700.000 Euro zu Buche schlagen würden.“

Mobiler Einsatz
Der neue Röntgenwagen erfüllt eine ganze Reihe an Aufgaben: So werden damit in Zukunft alle Röntgenuntersuchungen im Rahmen des Tuberkulosegesetzes und der Kärntner Reihenuntersuchungsverordnung in den Bezirken Klagenfurt Land, Völkermarkt, Wolfsberg, Feldkirchen, Hermagor, St. Veit an der Glan und Spittal an der Drau durchgeführt. Das ermöglicht auch umfassende Umgebungsuntersuchungen, wenn ein Fall einer ansteckenden Tuberkulose auftritt: Bis zu 200 Personen können dabei pro Tag untersucht werden. „Weiters werden alle Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen alle zwei Jahre untersucht, weil gerade bei älteren Menschen das Risiko einer Infektion besonders hoch ist“, betonte Kaiser. Darüber hinaus können weitere Risikogruppen besonders intensiv betreut werden: Der Wagen ist einmal pro Monat in der Justizanstalt Klagenfurt präsent, auch Prostituierte sowie Asylwerber und Flüchtlinge aus Risikoländern werden regelmäßig untersucht. Jenseits des gesetzlichen Auftrags kann der Wagen auch von Kärntner Unternehmen zur Vorsorgeuntersuchung angefordert werden. Neben dem Lungenröntgen erfolgen dabei auch eine Lungenfunktionsmessung (Spirometrie) und eine Harnuntersuchung. Die Spirometrie kommt übrigens auch im Rahmen des Projekts „Gesunde Gemeinde“ oder bei Messen zum Einsatz.

Besser, schneller, günstiger
Die technische Ausstattung des Wagens entspricht den aktuellen Standards. Er verfügt neben der eigentlichen Röntgenanlage auch über ein Spirometrie- und ein Harnanalysegerät. Wesentlich erleichtert und verbessert wird die Befundung: „Der Wagen hat eine eigene Betrachtungsstation und verfügt auch über eine Anbindung zur Kärntner Gesundheitsdatenbank. Das vereinfacht die Befundung und die Übermittlung der Daten. Die Online-Bearbeitung erspart einiges an Bürokratie“, so die Lungenfachärztin Dr. Renate Schaal-Beier, die seit 2008 für die Tuberkulosevorsorge in ganz Kärnten zuständig ist. Die Daten selbst sind ausschließlich digital, was wesentlich günstiger kommt, als dies früher bei konventionellen Daten der Fall war. Mit im Team des Wagens sind auch die Radiologietechnikerin Margit Wieser und der Fahrer Rudolf Petritz.
Übrigens: Die Strahlenbelastung ist durch den Einsatz neuester Technologie auf ein Mindestmaß reduziert.

Weitere Schritte
Der Einsatz des neuen Wagens hat zur Folge, dass viele alte Röntgenanlagen nicht mehr benötigt werden. Diese wurden Schritt für Schritt abgebaut, etwa in den Bezirkshauptmannschaften Hermagor, Feldkirchen, St. Veit an der Glan, Wolfsberg, Völkermarkt und Spittal an der Drau. Die Anlage in Villach entspricht dem aktuellen Stand der Technik und wird daher belassen. Ebenfalls aufrecht bleiben auch die Tuberkulosefürsorgestellen an allen Standorten.

24.3.: Welt-Tuberkulose-Tag
Die Präsentation des Röntgenwagens erfolgt rechtzeitig zum Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März. Die Tuberkulose ist weltweit immer noch die häufigste Infektionskrankheit. Schätzungen zufolge sind weltweit etwa 8,9 Millionen Menschen an Tuberkulose erkrankt sind. Etwa 3,9 Millionen Menschen leiden an einer offenen TBC und sind dadurch als infektiös (ansteckend) zu werten. In Kärnten wurden im Jahr 2011 36 TBC-Fälle gemeldet – aufgrund der optimalen Tuberkuloseüberwachung ist es gelungen, die Zahlen beständig rückläufig zu gestalten.

Lungenabteilung Klinikum Klagenfurt
Eine wichtige Rolle nimmt die Lungenabteilung des Klinikums Klagenfurt, die die Abklärung von Verdachtsfällen mit Tuberkulose und anderen infektiösen Mykobakteriosen einnimmt. „Die Tuberkulose erfordert eine Behandlung durch erfahrene Ärzte und Pflegepersonen, die im Umgang mit der infektiösen Erkrankung geschult sind“, betont der Leiter der Lungenabteilung Primarius Dr. Christian Geltner. An der Infektionsstation der Lungenabteilung besteht eine Abteilung mit Unterdruckschleusenzimmern, die verhindern, dass ansteckende Patienten andere infizieren. Hier können bis zu neun Patienten untergebracht werden. Die Behandlung erfolgt mit verschiedenen antibiotischen Medikamenten. Der Aufenthalt für eine Behandlung bei offener Tuberkulose wurde in den letzten Jahren auf vier bis sechs Wochen reduziert. „Wenn keine Ansteckungsgefahr für andere Menschen mehr besteht, kann der Patient wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Behandlung mit Medikamenten dauert 6 – 12 Monate. Die Kontrolle dieser Behandlung wird in Zusammenarbeit der niedergelassenen Lungenfachärzte mit dem Team der Landesregierung und der Tuberkulosefürsorge durchgeführt. Dadurch ist es gelungen die Zahl der Erkrankten in Österreich auf das niedrige Niveau der letzten Jahre zu senken.
An der Lungenabteilung wurden 2011 knapp 60 Patienten mit Tuberkulose behandelt, eine Abklärung war bei über 300 notwendig.

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