Interview
Adrian Pertl: "Meine Ziele ändern sich durch dieses Ergebnis nicht"

Adrian Pertl jubelt in Kitzbühel über sein erstes Top 10 Ergebnis im Weltcup
  • Adrian Pertl jubelt in Kitzbühel über sein erstes Top 10 Ergebnis im Weltcup
  • Foto: Pertl/Privat
  • hochgeladen von Stefan Plieschnig

Adrian Pertl hat sich mit Platz 8 und Laufbestzeit in Kitzbühel ins Rampenlicht des Ski-Zirkus gebracht. Im WOCHE-Interview spricht der Reichenauer über die Zieleinfahrt, die Rivalität mit "Nachbar" Marco Schwarz und seine Bindung zur Turracher Höhe.

WOCHE: Gratulation zu dieser Leistung in Kitzbühel. Wie haben Sie die Stunden nach dem Erfolg verbracht?
ADRIAN PERTL: "Es gab natürlich viele Gratulanten, ich habe viel Zeit am Handy verbracht. Danach habe ich noch gemütlich Abend gegessen. Viel gefeiert wurde nicht, da ja am Dienstag schon Schladming am Programm steht"

Wann haben Sie eigentlich realisiert was Ihnen da gelungen ist?
Ich hatte nach dem Rennen nicht viel Zeit nachzudenken. Das ist alles schön langsam gekommen, das Gefühl ist unglaublich. Es ist mir viel schneller so gut aufgegangen als ich es mir erwartet hätte.

Gibt es einen Moment, der besonders in Erinnerung geblieben ist?
Die Zieleinfahrt – ich war mir nicht einmal sicher, ob der Lauf wirklich so gut war. Aber als ich beim Heimrennen dann grün aufleuchten gesehen habe, war das schon ein besonderer Moment. Als dann ein Läufer nach dem anderen hinter mir gelandet ist, habe ich schon gemerkt, dass der Lauf echt gut war. 

Wie haben Eltern und Freunde, die vor Ort dabei waren reagiert?
Ich habe meine Familie erst spät gesehen, weil es dann doch relativ viel Termine gab. Aber es haben sich natürlich alle extrem mit mir gefreut. 

Und jetzt kennt Sie ganz Österreich: Wie haben Sie den ganzen Trubel um Ihre Person wahrgenommen?
Für mich war das sehr schön, es war aber auch sehr viel Neues dabei, wo ich erst hineinwachsen muss. 

Was kann man heuer noch im Slalom von Ihnen erwarten?
Meine Ziele ändern sich durch dieses Ergebnis nicht, meine Startnummer bleibt fürs Erste so hoch. Ich will wieder unter die Top 30 fahren. Viele erwarten sich vielleicht, dass es jetzt so weitergeht. Ich werde es natürlich versuchen, aber das ist nicht so einfach. 

Sie kennen auch Marco Schwarz gut, sind nicht weit voneinander entfernt zu Hause. Bahnt sich da eine neue Kärntner Rivalität im Ski Weltcup an?
Das glaube ich nicht, da steht eher die Teamarbeit im Vordergrund. Es ist generell lässig für den Kärntner Skisport, was an diesem Wochenende passiert ist. 

Wird man Sie künftig auch im Riesentorlauf im Weltcup sehen?
Heuer sicher nicht mehr, da fehlen mir die Trainingseinheiten. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Slalom. In Zukunft werde ich aber versuchen, mich über den Europacup auch für den Riesentorlauf zu qualifizieren. 

Der nächste Weltcup-Slalom findet in Chamonix statt. Welche Pläne haben Sie bis dorthin?
Ich weiß noch nicht, ob ich dort am Start sein werde. Das müssen die Trainer erst entscheiden. Am Freitag und Samstag stehen jetzt einmal zwei Europacup-Bewerbe in der Schweiz am Programm. Dann sehen wir weiter. 

Sie haben auf der Turracher Höhe zum Skifahren begonnen. Welche Erinnerungen gibt es von damals?
Ich habe schon als Kind jeden Winter oben trainiert. Natürlich träumt man schon als Kind davon, irgendwann einmal im Weltcup am Start zu sein. Zu meinem Verein habe ich auch heute noch einen guten Kontakt. Wenn es die Zeit ergibt gehe ich auch hin und wieder auf der Turrach Skifahren.

Interview: Stefan Plieschnig

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Zur Person

  • Name: Adrian Pertl
  • Geburtstag: 23. April 1996
  • Ort: Ebene Reichenau
  • Heimatverein: WSV Reichenau Turracher Höhe
  • Ski: Völkl
  • Erfolge: Junioren-Weltmeister in Are (2017), Rang 8 mit Laufbestzeit in Kitzbühel (2020)

Mehr zu Adrian Pertl:

Autor:

Stefan Plieschnig aus St. Veit

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