Relaunch Simonhöhe
Neuer Eigentümer verwandelt Simonhöhe in Ganzjahres-Destination

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Pläne der neuen Eigentümer für die Simonhöhe präsentiert.
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  • Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Pläne der neuen Eigentümer für die Simonhöhe präsentiert.
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Neuer Eigentümer will die Simonhöhe 300 Tage im Jahr beleben: Digitale Liftkarten, ganzjährige Gastronomie, ein Flow-Trail für die Biker sowie Ausbau der Bettenkapazitäten.

SIMONHÖHE. Im April 2020 wurde der Kauf der 120 Hektar großen Eigenjagd der Familie Scheiber durch die Liebenfelser AEK Forstverwaltungs GmbH besiegelt. Damit wurde vom neuen Eigentümer die Basis für die Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes Simonhöhe geschaffen. Die Besitzer präsentierten nun ihre ambitionierten Pläne für die Region. „Wir wollen das Naherholungsgebiet ausbauen und gleichzeitig die Ursprünglichkeit der Simonhöhe unterstreichen. Es gilt das touristische Naturjuwel zu erhalten und vor allem Einheimischen besser zugänglich zu machen“, gibt Andreas Kogler, Eigentümer AEK Forstverwaltungs GmbH die Marschrichtung vor.

Keine Drehkreuze beim Lift

Für den heurigen Winter warten die Betreiber mit einer Innovation auf: Wintersportler können bereits zu Hause ihr Ticket über eine App kaufen und direkt auf die Piste starten. „Wir setzen dabei auf Zugänge ohne Drehsperre und das Vertrauen in unsere Besucher. Skifahren soll einfach, ursprünglich und leistbar sein. Das mühsame Einlesen der Skikarte am Drehkreuz entfällt“, argumentiert Paul Kogler, Geschäftsführer St. Urbaner Skilift GmbH. Die Simonhöhe ist Österreichs einziges Skigebiet mit einem derartigen Service.

Einkehren in der "Einkehr"

Die zweite Neuerung betrifft die Gastronomie: Der bisherige Almgasthof Simonhöhe wurde von der Liftgesellschaft gepachtet und hört nun auf den Namen „Einkehr“. Im gemütlichen Ambiente können sich künftig hungrige Wanderer und Skifahrer stärken. Es wird großer Wert auf Regionalität und Frische gelegt. Die Einkehr wird nun von einem saisonalen zu einem Ganzjahres-Betrieb.

Kurze Entscheidungsprozesse

Sehr zufrieden über den neuen Wind auf der Simonhöhe ist auch der St. Urbaner Bürgermeister Landtagsabgeordneter Dietmar Rauter: „Erstmalig sind Eigentümer, Liftgesellschaft und Gastronomie in einem Boot. Das ergibt kurze Entscheidungsprozesse und bündelt Kräfte“. Als rechtlichen Rahmen hat die AEK Forstverwaltungs GmbH auch die Anteile der Beteiligungs- und Infrastruktur St. Urban (BIG) an der St. Urbaner Skilift GmbH übernommen. Die BIG ist im Eigentum der Gemeinde St. Urban und hielt bislang an der St. Urbaner Schilift GmbH 93,9 Prozent. Nun hält die AEK 74,99 Prozent, die BIG verfügt über die Sperrminorität von 25,01 Prozent.

Ganzjahrestourismus

Die neuen Betreiber der Simonhöhe arbeiten intensiv daran, die Simonhöhe als Ganzjahresdestination zu positionieren. Andreas Kogler: „Auch im Sommer sollen sich Naturliebhaber hier in Zukunft wohlfühlen. Wir werden nicht nur die Lauf- und Wanderrouten besser beschildern und geführte Ausflüge anbieten, sondern auch Biker ansprechen. Es wird die volle Bandbreite zwischen entspannter Radtour und einem Action-Trail geben.“ Der St. Urbaner Gemeindechef geht allerdings noch einen Schritt weiter und unterstreicht das Bemühen, zusätzliche Betten sowie Haupt- und Zweitwohnsitze in die Region zu holen. Rauter: „Wir wollen dies mit hochwertigen und auf die Umgebung abgestimmte Einfamilienhäuser und Chalets erreichen. Das entsprechende Behördenverfahren ist bereits im Laufen, Details werden demnächst bekanntgegeben."
„Wir wollen mit Einfachheit und Bodenständigkeit punkten und ein Pendant zu überlaufenen Massentourismusorten sein. Wir verzichten bewusst auf künstlich in Szene gesetzte Almidylle und lassen die Natur sprechen. Uns geht es um sanfte, ganzjährige Nutzung der Simonhöhe in einem authentischen Gesamtkonzept“, so Andreas Kogler.

Start in Wintersaison

Am 4. Dezember startet die Simonhöhe mit einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt in die Wintersaison. Präparierte Pisten, Angebote für Kinder und Attraktionen wie Nachtskilauf und Rodelbahn sollen in der kalten Jahreszeit die Besucher locken. „Um Schneesicherheit zu garantieren setzen wir auf moderne, nachhaltige Beschneiungstechnik. Die benötigte Energie wird künftig aus der eigenen Photovoltaikanlage gespeist“, zeigt Paul Kogler auf.
Die aktuelle Coronakrise sieht Andreas Kogler nicht als Beschränkung: „Wir haben ein Präventionskonzept erstellt, um die Besucher regulieren zu können. Durch das Ticket per Handy-App sind wir in punkto Abstandsregelungen anderen Skigebieten einen Schritt voraus, das enge Anstehen an den Drehkreuzen entfällt. Auch bei der Gastronomie sind wir gerüstet, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.“
Die Simonhöhe gilt als Familienskigebiet. „Unsere sanften Hänge und breiten Pisten sind perfekt für Anfänger“, so Paul Kogler. Spezielle Angebote wie Schnupperskikurse mit der Skischule Schinegger und der Simonhöhe Kids-Day bleiben.
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Zahlen & Fakten


Geplanter Saisonstart: 4. Dezember 2020
15 Kilometer Pisten
7 Liftanlagen; 1 Babylift
5 Kilometer Langlauf-Loipe

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