Wirtshauskultur
Wirtshauskultur wird seit 25 Jahren gelebt

Andreas, Tanja und Thomas Schwetz – gemeinsam führen sie den Kirchenwirt in Gnesau
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  • Foto: Friessnegg
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Der Verein "Kärntner Wirtshauskultur" besteht seit 25 Jahren, fünf Betriebe aus dem Bezirk sind mit dabei.

BEZIRK FELDKIRCHEN (vep, chl). Liebe zur bodenständigen Kärntner Küche und zu heimischen Produkten, Qualität, ein faires Preis-Leistungsverhältnis und besonderes Augenmerk auf gemütliche Atmosphäre – das zeichnet die Kärntner Wirtshauskultur aus. Die gleichnamige Vereinigung unter dem Dach der Wirtschaftskammer Kärnten feiert heuer ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Erste kulinarische Initiative

"Die Kärntner Wirtshauskultur war die erste kulinarische Initiative in Kärnten", erklärt Geschäftsführer und Wirtebetreuer Bernd Hofstätter. Eine Idee, seinerzeit ins Leben gerufen von Hotelier und WK-Funktionär Helmut Hinterleitner, um heimische Betriebe gebündelt zu unterstützen. "Das ist natürlich auch heute unsere Aufgabe", so Hofstätter, "die Wirte sind die Profis am Herd, im Service und in der Gastlichkeit. Wir unterstützen sie mit Schwerpunktinitiativen wie dem Nudelkuddelmuddel, der Nacht der Kärntner Wirtshauskultur und dem Wirteherbst. Und promoten sie natürlich und bewerben ihre Veranstaltungen."  Auch bei Neuerungen, wie Allergenverordnung & Co., unterstützt der Verein. 

Lokale Produkte

"Der Verein hat viel beigetragen zum Bewusstsein der Wirte, wieder vermehrt lokale landwirtschaftliche Produkte zu verarbeiten. In diesem Bereich ist vieles gelungen. Außerdem bringt der regelmäßige Austausch unter den Lokalen nicht nur Gemeinschaft, sondern gegenseitige Unterstützung", berichtet Josef Spieß vom Maltschacher Seewirt. Sohn Matthias ist auch im erweiterten Vorstand des Vereins vertreten.
Wirtshauskultur heißt für Josef Spieß auch, die Dorfkultur zu erhalten: "Es ist wichtig, dass sich das Dorfleben auch im Wirtshaus abspielt, verbunden mit guter, bodenständiger Kulinarik."

Alte Werte erhalten

Die Wirtsleute Tanja und Andreas Schwetz vom Kulturgasthof Kirchenwirt in Gnesau fühlen sich durch den Verein in der eigenen Philosophie nicht nur bestätigt, sondern auch gut vertreten. "Der Verein unterstützt unsere Arbeit bei diversen Fragen und Kontakten und auch bei der Bewerbung", berichtet Tanja Schwetz. Ihr Schwiegervater gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins.
Das Ziel des Vereins deckt sich mit dem des Gnesauer Wirtepaares: "Die Kriterien des Vereins bringen die traditionelle Wirtshauskultur den Gästen wieder ein Stück näher. Das Zusammensitzen im Gasthaus und nicht das Hinunterschlingen der Mahlzeit wird damit gefördert. Der Wert der Geselligkeit wird durch den Verein und seine Mitglieder nach außen getragen." Selbstredend, dass auch die entsprechende Qualität des Gebotenen stimmen muss.

Fast 90 Mitgliedswirte

Knapp 90 Mitgliedsbetriebe umfasst derzeit die Kärntner Wirtshauskultur. "Und das in den unterschiedlichsten Bereichen, vom Jausenwirtshaus und Ausflugswirt, urigen Dorfwirtshaus bis zum Stadtwirt, Feinschmeckerwirt und Haubenlokal", zeigt Hofstätter die Bandbreite auf.
Mit dem 25. Geburtstag der "Kärntner Wirtshauskultur" wurde auch der Vorstand erweitert, informiert Bernd Hofstätter: "Wir haben viele Wirte der ,next generation' aufgenommen und den Vorstand so drastisch verjüngt. Wir nutzen nun die Symbiose der Tradition und Erfahrung sowie Innovation und Aufbruchstimmung und arbeiten nun daran, einige Initiativen und Ideen aufzufrischen und zu erweitern."

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25 Jahre Verein "Kärntner Wirtshauskultur",
Mitgliedsbetriebe im Bezirk Feldkirchen:

Feinschmeckerwirt Landgasthof Reidnwirt: Irmgard und Karl Liebetegger, St. Urban; www.reidnwirt.com
Kulturgasthof Kirchenwirt: Familie Schwetz, Gnesau; www.gasthof-kirchenwirt-gnesau.at
Maltschacher Seewirt: Claudia und Josef Spieß, Feldkirchen; www.seewirt-spiess.com
Stofflwirt: Bernd Mitterer, Bodensdorf; www.stofflwirt.at
Urbani-Wirt: Elfriede Nindler, Bodensdorf am Ossiachersee; www.urbaniwirt.com
Der Vorstand:
Obmann: Ludwig Graber
Obm.-Stv.: Kathrin Zollner
Obm.-Stv.: Gerfried Hopf
Kassier: Rudolf Fruhmann
Schriftführerin: Sabrina Falle
Infos über Aufnahmekriterien, Philosophie, Mitglieder etc.: www.wirtshaus.com
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Die Philosophie der Wirtshauskultur:
Bodenständigkeit: Grundlegende Elemente der Kärntner Wirtshauskultur haben für alle Betriebe die gleiche Gültigkeit: Liebe zur bodenständigen Kärntner Küche, ordentliches Preis-Leistungsverhältnis, Verwendung vorwiegend heimischer Produkte, und besonderes Augenmerk auf die gemütliche Atmosphäre.
Wirtshaus: Die Tragweite der Institution Wirtshaus ist vielen gar nicht bewusst, da es als zu selbstverständlich wahrgenommen wird. Man bemerkt das Fehlen eines Wirtes erst dann, wenn er nicht mehr da ist. Somit fehlt plötzlich das Kultur-, Begegnungs- und Kommunikationszentrum in der dörflichen Struktur und man vermisst seine wichtigen Funktionen.
Daher haben es sich die Kärntner Wirte als oberstes Ziel gesetzt, das Kärntner Wirtshaus als traditionelles Kulturgut unsers Landes zu erhalten.
Vielfalt: Innerhalb der Richtlinien des Vereins bietet sich ein breites Spektrum, vom Jausenwirtshaus bis zum Gourmetwirtshaus. , vom urigen Wirtshaus bis zum Stadtwirt reicht das Angebot für unsere Gäste. Natürlich variiert auch der persönliche Stil der Wirtsleute. Die landschaftliche Umgebung und die baulichen Gegebenheiten verleihen jedem einzelnen Wirtshaus seine ganz besondere Prägung. Wobei das Kärntner Würstel mit Kraut natürlich in keinem Widerspruch zum mehrgängigen Menü in einem Gourmetwirtshaus steht.

Andreas, Tanja und Thomas Schwetz – gemeinsam führen sie den Kirchenwirt in Gnesau
Matthias Spieß (links) vom Maltschacher Seewirt bei der Verleihung der "Krone der Gastlichkeit" 2016; am Bild mit Manuel Ressi

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