28.03.2017, 10:24 Uhr

"Bürgernähe" ist eine Art Lebenseinstellung

Die Sicherheitsbeauftragten Heimo Pirker (li.) und Günther Steinwender sind für Glanegg, St. Urban und Albeck zuständig (Foto: Friessnegg)

Weil sie für Menschen da sein wollen, leben Heimo Pirker und Günther Steinwender die Bürgernähe.

BEZIRK FELDKIRCHEN (fri). Für die Initiative GEMEINSAM.SICHER stellen sich Heimo Pirker und Günther Steinwender nur zu gerne in den Dienst der guten Sache.
Sie sind beide erfahrene Polizisten und wissen, dass man Bürgernähe nur dann auch tatsächlich erreichen kann, wenn man sie tagtäglich lebt.


Offen für Sorgen

Heimo Piker ist Sicherheitsbeauftragter für die Gemeinden Glanegg und St. Urban. "Ich war einige Jahre in Glanegg, ehe der Posten geschlossen wurde und habe da gute Kontakte, die mir bei meiner Arbeit nützlich sind", sagt Pirker. "Wenn man nicht ständig vor Ort ist, muss man selbst aktiv werden und das Gespräch mit den Verantwortlichen und den Bürgern suchen." Das sei für ihn ohnehin selbstverständlich und Teil seiner täglichen Arbeit.


33 Jahre im Polizeidienst

Für den "waschechten" Sirnitzer Günther Steinwender ist die Funktion als Sicherheitsbeauftragter für die Gemeinde Albeck ein Heimspiel. "Die Leute kennen mich im Ort und da kommt man sehr leicht ins Gespräch", so Steinwender. Zugute kommt ihm natürlich auch seine Erfahrung. Immerhin ist er seit 33 Jahren im Polizeidienst und weiß in vielen Fällen, wo der Schuh drückt.
Dennoch sind die beiden Sicherheitsbeauftragten überzeugt, dass durch die Initiative die Kommunikation mit der Bevölkerung, aber auch den Entscheidungsträgern verbessert werden kann. "Wenn man aufeinander zugeht, steigt das Vertrauen und das ist Basis für ein Leben in Sicherheit und Harmonie. Gerade in den kleinen Gemeinden ist das ein Teil der vielgepriesenen Lebensqualität."


Kontakt vertiefen

Sehr viel Echo für die Initiative GEMEINSAM.SICHER verzeichnet auch der Bezirkskoordinator Hannes Kogler: "Wir haben bereits konkrete Pläne und unsere Sicherheitsbeauftragten sind dabei erste Schritte für die Umsetzung in die Wege zu leiten. Für uns ist es in jedem Fall positiv, wenn wir den Kontakt zu Gemeindevertretern, anderen Blaulichtorganisationen und Institutionen vertiefen und gemeinsam an Lösungsvorschlägen arbeiten können."
In seiner langjährigen Dienstzeit hat er die Erfahrung gemacht, dass kleine Veränderungen oft große Wirkung zeigen können. "Manchmal ist es nur der gute Wille, der als erster Schritt zu einem Wandel führt und hilft eine verfahrene Situation zu verbessern oder zu entschärfen."
Schon bald würde man mit ersten klar definierten Lösungsvorschlägen an die Öffentlichkeit gehen können. "Im Rahmen der Initiative GEMEINSAM.SICHER rücken wir alle näher zusammen und stellen Werte, die für eine Gesellschaft von essentieller Bedeutung sind, in den Mittelpunkt. Die Sicherheit als ein erstrebens- und wünschenswertes Lebensgefühl wird deutlich gestärkt. Vertrauen und Respekt gegenüber den Mitmenschen steigen an. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten."


Zur Sache

Das Innenministerium startet die Initiative GEMEINSAM.SICHER in ganz Österreich.

Die Initiative soll das Sicherheitsgefühl der Bürger in den Bezirken und Gemeinden stärken.

In Kärnten leitet der stellvertretende Landespolizei-Direktor Generalmajor Wolfgang Rauchegger, BA, die Initiative.

Auf jeder Polizeiinspektion gibt es einen Sicherheitsbeauftragten als Ansprechpartner für die Bürger.

Gemeinsam mit Sicherheitspartner und Sicherheitsgemeinderat kümmert sich das Forum um Fragen, die die Sicherheit in den Orten betreffen.

Bürger können sich als Sicherheitspartner an Lösungen beteiligen und auch Ideen einbringen.
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