25.01.2012, 11:00 Uhr

Die Pannenfahrer im Dauereinsatz

Die Pannenfahrer von ÖAMTC und ARBÖ sind im Winter rund um die Uhr im Einsatz.

Von PETER KOWAL

Minusgrade jenseits von zehn Grad minus waren zuletzt im Bezirk Feldkirchen keine Seltenheit. Damit haben sich die Einsätze der Pannenfahrer der Autofahrerclubs vervielfacht. Die WOCHE fragte nach.

30 Einsätze pro Fahrzeug
„Durch die extreme Kälte kam es bei unseren Einsätzen zu einigen Spitzen. Unsere Pannenfahrzeuge mussten im Durchschnitt täglich 30 Einsätze fahren“, erklärt ÖAMTC-Stützpunktleiter Gerald Suppan.
Bei Anstieg der Minustemperaturen kommt es zumeist zu Batterieausfällen. Doch kann auch ein gefrorener Diesel zum Stillstand der Fahrzeuge führen. „Durch den Anteil des Biodiesels im Diesel flockt der Treibstoff leichter aus und dann geht nichts mehr“, meint Suppan, der auf eine 21-jährige Berufserfahrung zurückgreifen kann.

Italiener gefährdet
Hier könnte ein Treibstoffzusatz (Additiv) als Fließverbesserer ein geeigneter Schutz sein. „Den Treibstoffzusatz gibt es in allen Tankstellen und auch im Spezialhandel“, so Suppan. Besonders gefährdet sind Italiener, die mit ihren Autos ohne den Winterdiesel aus dem Süden anreisen.
Auch die ARBÖ-Pannenwägen sind täglich zu rund 20 Wintereinsätzen unterwegs. „Großteils müssen wir Batterien austauschen oder einfach nur Starthilfe geben. Bei extremer Kälte sind ältere Batterien gefährdet, deren Zellen zusammenfallen“, erklärt ARBÖ-Betriebsleiter Günther Friesacher. Mit einem rechtzeitigen Batteriecheck in der Werkstätte oder beim Serviceclub kann man solchen Situationen vorbeugen.

Gefrorene Dichtungen
Eine Gefahr bedeuten für die Autofahrer auch zugefrorene Scheibenwaschanlagen oder gefrorene Türgummis. „Wichtig ist, dass nach dem Autowaschen die Türdichtungen unbedingt mit Glyzerin behandelt werden, denn sonst kann es passieren, dass die Türen nicht mehr aufgehen“, erklärt Günther Friesacher.
Die Pannenfahrer haben für solche Fälle ein Wärmegebläse mit. Sollte das jedoch nicht reichen, dann muss das Fahrzeug notfalls in einen warmen Raum geschleppt werden.
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