02.11.2016, 10:03 Uhr

Gesunder Fisch aus heimischen Teichen

Heimische Fische finden immer mehr Zuspruch. Die Weihnachtskarpfen wurden schon abgefischt.

TIGRING/SIRNITZ (ac). Heimische Fische finden immer mehr Zuspruch. Ein Grund dafür ist die hervorragende Qualität bei Süßwasserfischen, die angeboten werden. Ein Beispiel dafür sind die Karpfen aus der Bio-Karpfenzuchtanlage Strußnigteich.

Abfischen im Herbst
"Wir fischen jedes Jahr Ende Oktober die Naturteiche ab", erklärt der Fischexperte Markus Payr. Dabei werden die Besatzfische und die Weihnachtskarpfen aussortiert. "Ein Teil der Karpfen kommt in die Drau, den Millstättersee oder den Weißensee und ein Teil kommt für gut einen Monat ins reine Sirnitzer Quellwasser, bis die Fleischqualität ideal ist. Dann werden die Fische bei uns im Betrieb zum Verkauf angeboten".

Frische und Qualität
Der wichtigste Faktor bei Qualitätsfischen ist die Frische. Die Karpfen sind ein reines, regionales Bioprodukt. Die Aufzucht erfolgt im Strußnigteich, der größten Bio-Karpfenzuchtanlage Kärntens, die sich in Privatbesitz der Familie Dressler befindet. "Eine sehr alte Teichwirtschaft, mit der wir seit über zehn Jahren in einer Arbeitsgemeinschaft stehen. Gefüttert wird nur mit Biogetreide, als Eiweißträger dienen Biolupinen oder Bioerbsen, der Rest ist Naturnahrung", so Payr.
Die Fischzucht Payr in Sirnitz ist ein Vollbetrieb, das heißt im Betrieb wird alles selber gemacht, vom Fischei bis hin zum fertigen Speisefisch.

Agrar-Schüler zogen große Fische an Land

Die Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Althofen waren als Fischer in Tigring im Einsatz. Einen Praxistag der besonderen Art durften die Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Althofen erleben, das Abfischen der Strußnig Teiche in Tigring. "Für die Schüler ist es ein spannendes Erlebnis, die alternative Teichlandwirtschaft kennen zu lernen", erklärte Andreas Urbanek, Lehrer der LFS. Die Schüler dürfen mitarbeiten und lernen die bunte Vielfalt an heimischen Speisefischen kennen.


Seit 1809 werden Karpfen gezüchtet
Die 33 Hektar großen Strußnigteiche sind in dritter Generation im Besitz der Familie Dressler. Der Teich entstand wahrscheinlich im 18. Jahrhundert, als eine Nassfläche aufgestaut wurde. In den Gewässern kommen neben den Karpfen auch Schleien, Hechte, Barsche, Karauschen, Waller, Zander, Gras- und Silberkarpfen vor.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.