09.03.2017, 07:00 Uhr

"Jeder strebt nach Sicherheit"

Heinz Schöffmann (links) und Johannes Wurzer sind als Sicherheitsbeauftragte im Bezirk Feldkirchen eingesetzt

Für die Sicherheitsbeauftragten Johannes Wurzer und Heinz Schöffmann ist direkte Kommunikation wichtig.

FELDKIRCHEN (fri). Zwar würden die Zahl der Delikte im Bezirk Feldkirchen zurückgehen, auf das Sicherheitsempfinden des Einzelnen hätte das, so die Sicherheitsbeauftragten der PI Feldkirchen Abteilungsinspektor Johannes Wurzer und Gruppeninspektor Heinz Schöffmann, nur geringe Auswirkungen.
Die Menschen würden sich, aus verschiedensten Gründen, nicht immer sicher fühlen. Einmal aufgebaute Ängste ließen sich nur schwer wieder abbauen. Daher sei Prävention ein Gebot der Stunde.

Angst als Begleiter

Mit der Initiative GEMEINSAM.SICHER soll die gefühlte Sicherheit gestärkt werden. "Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und ein erstrebenswerter Zustand", ist Johannes Wurzer überzeugt.
Leider würde durch viele negative Meldungen, die permanent auf die Menschen einströmen, der Unsicherheitsfaktor immer höher werden und die Angst steigen. "Angst ist zu einem ständigen Begleiter geworden und diese Angst wird in alle Teilbereiche des Lebens projiziert. Die Unsicherheit steigt und darunter leidet die Lebensqualität."


Kommunikation fördern

Darum sei es wichtig mit der Bevölkerung in direkten Kontakt zu treten. "Kommunikation fördert das Vertrauen und stärkt die Sicherheit", weiß Heinz Schöffmann aus seiner Erfahrung. "Ich bin dienstlich sehr oft zu Fuß in der Feldkirchner Innenstadt unterwegs. Und das ganz bewusst", schildert er. "Die Bürgerinnen und Bürger nehmen das positiv zur Kenntnis und nutzen oft die Gelegenheit ihre Sorgen loszuwerden. Manchmal hilft schon ein einfaches Zuhören und die Menschen haben das Gefühl, dass man sie ernst nimmt und sind beruhigt." So könne man im Vorfeld schon einige Konflikte vermeiden.
"Prävention ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit und könnte weiter vertieft werden", so die Sicherheitsbeauftragten. "In vielen Fällen ist es ja so, dass wir erst gerufen werden, wenn schon etwas passiert ist. Meist zum Schaden für alle Beteiligten."

Mehr Vernetzung

Direkter Kontakt mit anderen Institutionen sei durch elektronische Datenverarbeitung nach und nach verloren gegangen und vielfach würde es lange dauern, bis mögliches Konfliktpotenzial an die richtigen Stellen kommt. "Wir sind alle gefordert hellhörig zu sein und Zivilcourage an den Tag zu legen. Niemand muss sich als Denunziant oder gar verfolgt fühlen, nur weil er aus Sicherheitsgründen um Hilfe ruft oder die Polizei verständigt. Sicherheit geht uns alle an und die gewonnene Lebensqualität kommt letztlich wieder allen zugute."


Zur Sache

GEMEINSAM.SICHER fördert und koordiniert den professionellen Sicherheitsdialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden und Polizei. In manchen Schwerpunkten braucht es Sicherheitspartner aus einer Schule, einem Unternemen oder einer sozialen Einrichtung.

Die Menschen in GEMEINSAM.SICHER handeln dort, wo die Sorgen sind, auf gleicher Augenhöhe und mit Bedacht auf den Handlungsraum.

Ziel: Als Gesellschaft des "Hinsehens und verantwortungsvollen Handelns" die Sicherheit von allen positiv zu entwickeln.
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