06.10.2014, 22:49 Uhr

Katastropheneinsatz im obersteirischen Ennstal

Ein schwerer Sturm hat das steirische Walchental verwüstet. Die Straße ist unpassierbar und die im Tal liegende Ortschaft ist von der Außenwelt abgeschnitten. Die örtlichen Feuerwehren sind mit der Situation überfordert….

So, oder so ähnlich könnte ein Einsatzbefehl für den KAT-Zug der Feldkirchner Feuerwehren lauten. Diesmal war es zum Glück aber nur eine Übung, zu der die Einsatzkräfte aus Feldkirchen und St.Veit in die Steiermark beordert wurden.

Die Alarmierung

Donnerstag dem 02.10.2014 um 13:30 erreichte uns die Einsatzmeldung. 24 Stunden später setzte sich der KAT Zug Richtung Trieben in Marsch. Vorher galt es aber noch alle betroffenen Personen zu benachrichtigen, persönliche Ausrüstung sowie Einsatz-Ausrüstung zusammenpacken und Verpflegung für alle Kameraden zu organisieren.

In Althofen stießen auch die Fahrzeuge aus dem Bezirk St.Veit zu unserem Zug und wir fuhren gemeinsam mit ca. 110 Mann und 17 Fahrzeugen in unser Einsatzgebiet. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Trieben erreichten wir um ca. 20 Uhr die Schule in Öblarn, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.

Der Einsatz

In den frühen Morgenstunden des 04.10.2014 ging es dann in das Einsatzgebiet. Dort wurde zuerst eine provisorische Einsatzleitung eingerichtet und die genaue Lage erkundet. Es wurde uns schnell bewusst das es keine leichte Aufgabe ist welche wir hier zu bewältigen haben. Die Straße, sowie auch der angrenzende Bach waren durch riesige Bäume verlegt und wir mussten uns beeilen um die Straße zu der im Tal liegenden Siedlung wieder frei zu bekommen. Durch den Einsatz von 2 „Schweren Rüstfahrzeugen mit Kran“ und einer großen Anzahl von Kärntner Einsatzkräften konnten wir die Straße gegen 14 Uhr wieder für den Verkehr freigeben.

Parallel dazu musste auch noch einen Baum entfernt werden, welcher vom angrenzenden Berghang auf die Straße zu stürzen drohte. Aber auch diese Aufgabe konnten wir mit Hilfe der Höhenretter der Wiener Berufsfeuerwehr problemlos bewältigen.

Die Wiener- sowie auch Steirischen Einsatzkräfte haben sich für die perfekte Zusammenarbeit bedankt. Diese Übung hat wieder einmal gezeigt, dass auf die Kärntner Einsatzkräfte Verlass ist.

Ca. 1500 Einsatzkräfte aus allen Bundesländern haben an der Übung "Ennstal 2014" teilgenommen und mussten 6 Szenarios bewältigen.

Das Szenario „FREIMACHEN VON VERKEHRSWEGEN“ wurde ausschließlich von Feldkirchner und St.Veiter Feuerwehren und mit Unterstützung durch 6 Mann der BF Wien abgearbeitet.

Danke an alle Kameraden, welche immer wieder unentgeltlich ihre Freizeit für Andere opfern und unser Bundesland so vorbildlich bei der ersten nationalen Katastrophenhilfsdienst-Übung im obersteirischen Ennstal vertreten haben.
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