05.04.2017, 08:32 Uhr

Lions Club: Jedes Jahr ein neuer Präsident!

Der Lions Club Feldkirchen will rasch und unbürokratisch helfen (Foto: KK)

Beim Lions Club steht Wohltätigkeit im Vordergrund. Die Präsidentschaft wechselt jedes Jahr.

FELDKIRCHEN (stp). Geht es um Verantwortung, so haben Wohltätigkeitsvereine eine besondere Aufgabe. Das oberste Ziel ist es, den Nächsten so effizient und rasch wie möglich zu helfen. Auch beim Lions Club Feldkirchen wird dieser Grundsatz gelebt.

Eine Besonderheit in der Struktur der Lions ist das Rotationsprinzip im Präsidentenamt, wie der aktuelle Präsident, Gerhard Schnatterer, erklärt: "Unser Rotationsprinzip sieht vor, dass das Amt des Präsidenten jedes Jahr von einem anderen Mitglied ausgeübt wird. Um die Nachfolge für mehrere Jahre sicherzustellen, werden in der Regel drei Vizepräsidenten ernannt, die in den Folgeperioden das Amt übernehmen." Alle Amtsträger werden in entsprechenden Schulungen der Lions International bzw. Österreich über die Club-Statuten sowie das Club-Management unterrichtet. Jedes Mitglied muss das Amt des Präsidenten einmal bekleiden.

Veranwortung bei Events

Bei Veranstaltungen muss alles bis ins kleinste Detail geplant sein. Im Laufe der Jahre haben sich bei den Lions in Feldkirchen bereits Rollen entwickelt, die den Ablauf erleichtern, wie der Pressebeauftragte Dieter Krassnitzer erklärt: "Wir haben eine Checkliste, was zu tun ist. Es bilden sich Organisationsteams, von denen jeder seine wesentlichen Aufgaben kennt. Dazu gehören etwa das Anmelden der AKM, das Drucken von Plakaten, Auftreiben von Sponsoren und der Location. Auch bei rechtlichen Fragen sind wir da sehr gut vorbereitet, da wir einen Rechtsanwalt im Club haben."

Ausgaben müssen belegt sein

Ein großes Thema sind die Finanzen des Vereins, die jährlich wie im Vereinsgesetz vorgegeben geprüft werden. "Alle Ausgaben müssen nachvollziehbar und belegt sein. Ich kann nicht einfach beliebig Geld an Bedürftige weitergeben. Je nach Summe muss jede Angelegenheit im Vorstand besprochen bzw. darüber abgestimmt werden", so Krassnitzer, der seit 15 Jahren bereits beim Verein ist und im Jahr 2005 als Präsident tätig war.

Diese sogenannte "Pouvoir-Ordnung" verlangt grundsätzlich bei allen Verfügungen die Zustimmung des gesamten Vorstandes. Für schnell zu entscheidende Unterstützungsleistungen darf der Präsident bis zu einem Betrag von 500 Euro selbst entscheiden. Davon werde jedoch kaum Gebrauch gemacht. "Dies führt zu hoher Transparenz und vor allem Information über aktuelle Aktivitäten", so Schnatterer.

Jährlicher Aktivitätsbericht

Eingebunden in die weltweite Lions-Organisation müssen die Lions Feldkirchen jährlich einen Aktivitätsbericht abliefern, in dem über Hilfsprojekte, Spendengelder und geleistet ehrenamtliche Arbeit informiert wird. "Das eröffnet uns jedoch auch Möglichkeiten, bei weltweiten Projekten mitzumachen oder uns mit anderen Clubs zusammenzuschließen", so Krassnitzer.
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