01.06.2017, 13:10 Uhr

Mehr als 1.000 Gipfel wurden bezwungen

Gipfelsieg: Ein Erlebnis, das die Gruppe zusammenschweißt (Foto: KK)

Im Winter 1981/82 wurde die Tourengruppe in der "Skizunft Patergassen" gegründet. Der Berg ist das Ziel.

PATERGASSEN (fri). Eine starke Anziehungskraft üben die Berge auf den pensionierten Heeresbergführer Walter Steinwender aus. Der Patergassner war Kommandant der Hochgebirgstruppe in Spittal an der Drau und auch privat zieht es ihn in jeder freien Minute und zu jeder Jahreszeit ins Gebirge.


Seit 35 Jahren aktiv

Als der Obmann der Skizunft Patergassen im Winter 1981/82 eine eigene Tourengruppe ins Leben rief, folgte Steinwender diesem Ruf und stellte sein Wissen, seine Erfahrung und seine Begeisterung der Gruppe als Tourenführer zur Verfügung. "Mehr als 1.000 geführte Touren sind somit in den letzten 35 Jahren zusammengekommen", resümiert Steinwender, der das Tourengehen als Alternative zum alpinen Skilauf sieht. "Gerade das Erlebnis abseits der Pisten zieht Tourengeher in den Bann und lässt einen nicht mehr los. Dabei ist es natürlich extrem wichtig die herrschenden Schnee- und Wetterverhältnisse genau zu checken."

Keine Unfälle

Im Laufe der Jahre hätte es bei seinen geführten Touren nie einen Unfall oder einen Verletzten gegeben: "Darum lege ich Wert auf richtige Schulung sowie perfekte Ausrüstung. Viele Tourengeher haben zwar das notwendige Equipment, können aber leider nicht damit umgehen oder vergessen beispielsweise sogar den Lawinenpiepser einzuschalten."


Die Natur wartet

Für Steinwender ist ein gezieltes Trainings- und Ausbauprogramm rund um das Skitourengehen enorm wichtig. "Am Beginn der Wintersaison starten wir mit zwei bis drei Gewöhnungstouren auf der Piste. Dann folgt eine Lawinenübung, die für alle verpflichtend ist. Im Jänner und Februar bewegen wir uns bei kürzeren Touren im Nockgebiet. Anfang März bis Anfang Juni geht es bei Hochtouren in die Hohen Tauern und Julischen Alpen."

Berge "rufen" auch im Sommer

Seit einigen Jahren gehören auch Hochtourenwochen im hochalpinen Gelände dazu. "Bisher waren wir schon in den Ötztaler und Stubaier Alpen, im Ortler Gebiet, den Sextner Dolomiten, am Gran Paradiso, am Glockner oder der Venediger Gruppe", so der Tourenführer.
Als Lohn dafür erntet Steinwender die Begeisterung und Freude, die seine Kollegen empfinden. Und damit die gute Kameradschaft das ganze Jahr über aufrecht bleibt und die Bergfexe alpines Flair auch im Sommer genießen können, bietet er Hochtouren in die Dolomiten, Hohen Tauern sowie die Julischen Alpen auch im Sommer an. "Dabei muss durchaus auch geklettert werden", schmunzelt Steinwender.
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