08.08.2017, 09:30 Uhr

Unwetter: Ebene Reichenau stark getroffen

Beträchtlicher Schaden: Starke Windböen brachten Bäume zum Umstürzen und beschädigten auch Strommasten (Foto: SPÖ Reichenau (2))

In der Gemeinde Ebene Reichenau laufen die Aufräumarbeiten nach dem schweren Unwetter am Sonntag.

REICHENAU (stp). Die schweren Unwetter, die in der Nacht von Sonntag auf Montag über Kärnten zogen, haben auch den Bezirk Feldkirchen gestreift. In der Gemeinde Ebene Reichenau waren nach dem Unwetter etwa 30 Haushalte ohne Strom, wie Bürgermeister Karl Lessiak bestätigt: "Der Wind hat Strommasten umgerissen. Im Ortsbereich von Ebene Reichenau ist daher in 20 bis 30 Haushalten der Strom ausgefallen." Die Monteure der Kelag haben sich des Schadens angenommen und konnten die Stromversorgung laut Pressesprecher Josef Stocker am Montag-Nachmittag wiederherstellen.

Wald niedergerissen

Die Schäden, die großteils vom Wind bzw. umgestürzten Bäumen verursacht wurden, sind beträchtlich. "Der größte Schaden ist kurz vor der Ortschaft aufgetreten. Da hat der Wind große Teile eines Waldes niedergerissen. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5.000 bis 6.000 Meter Holz bzw. 20 Hektar Wald", bestätigt der Amtsleiter der Gemeinde Reichenau, Heribert Roßmann. Das Unwetter, das auch im restlichen Kärnten und der Steiermark große Schäden anrichtete, dauerte in Reichenau lediglich eine knappe halbe Stunde.

Neben den Strommasten, die vom Wind umgerissen wurden, hat das Unwetter auch mehrere Häuser beschädigt, sowie ein Dach teilweise abgedeckt. Aufgrund einer 10 Zentimeter hohen Hageldecke war zudem die Nockalmstraße gesperrt.
Die Aufarbeitungsmaßnahmen der Gemeinde werden laut Amtsleiter Roßmann auch die nächsten zwei Wochen in Anspruch nehmen. "Richtung St. Lorenzen auf die Hochrindl sind zahlreiche Bäume auf die Landesstraße gestürzt. Zudem hat es viele Wege ausgeschwemmt", so Roßmann.

"Unbehagen in Gemeinde"

Bürgermeister Karl Lessiak: "Gegen so ein Unwetter ist man machtlos. Vor allem gegen den starken Wind kann man überhaupt nichts machen. Natürlich ist bei uns in der Gemeinde zu dieser Zeit ein gewisses Unbehagen vorhanden." Zumindest gegen Hochwasser habe man in den vergangenen Jahren bereits Schutzmaßnahmen getroffen. "Vor etwa einer Woche gab es schon ein Unwetter, das zu starken Vermurungen geführt hat. Dass der Strom ausgefallen ist, war heuer das erste Mal."
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