18.03.2017, 07:10 Uhr

Update: Blick hinter die Ausgrenzung

Studierende und sozial Engagierte trafen sich zum Marsch anlässlich des „Internationalen Tages der Sozialen Arbeit“ in Feldkirchen (Foto: Friessnegg)

Mit einem Marsch für ein nachhaltiges Miteinander wird der "Tag der Sozialen Arbeit" zelebriert.

FELDKIRCHEN (fri). Am 20. März 2017 wird in Feldkirchen, dem zentralen Ausbildungsstandort für Soziale Arbeit in Kärnten (Studiengang Soziale Arbeit der FH Kärnten und Kolleg für Sozialpädagogik der Diakonie de la Tour), erstmals der „Internationale Tag der Sozialen Arbeit“ gefeiert.

Unsichtbar für Gesellschaft

Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Vertreter anderer Sozialberufe leisten tagtäglich wertvolle, aber zumeist unsichtbare Arbeit für die Gesellschaft. Sie setzen sich professionell für benachteiligte, marginalisierte und von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffene Menschen ein. "Jeder Mensch kann einmal in seinem Leben an seine Grenzen stoßen, nicht mehr mit seinem Leben zurechtkommen und auf Hilfe angewiesen sein", gibt Lisa Fian, ..... , zu bedenken. "Dann ist professionelle Soziale Arbeit gefragt, den Betroffenen Unterstützung anzubieten, sie bei der Lebensbewältigung zu begleiten sowie strukturell etwas an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu verändern, die Armut, Benachteiligung und Ausgrenzung verursachen. Somit ist Soziale Arbeit sowohl Individualhilfe, eine wichtige sozialpolitische Instanz, aber auch Prävention."

Respekt vor Diversität

Zentrale Prinzipien Sozialer Arbeit sind soziale Gerechtigkeit, die Einhaltung der Menschenrechte sowie Respekt vor Diversität. "Am „World Social Work Day“, der in vielen Ländern und auf allen Kontinenten zelebriert wird, setzen wir heuer auch in Kärnten ein Zeichen, um diese Arbeit zu würdigen und an die Öffentlichkeit zu kommunizieren." Das Motto für 2017 lautet „Promoting Community and Environmental Sustainability”. "Es geht also um ein nachhaltiges soziales Miteinander in der Gesellschaft, aber auch um Nachhaltigkeit, was unseren ökologischen Lebensraum betrifft."

Drei Komponenten

Das Programm am 20. März setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
- ein Marsch für ein nachhaltiges soziales Miteinander in der Gesellschaft
- eine Fachveranstaltung mit dem Hauptvortrag „Die Kraft der Sozialen Arbeit“ von Erich Fenninger, dem Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, sowie sechs spannenden Workshops zu aktuellen sozial- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen und Herausforderungen
- gemeinsames Feiern bei Musik, Feuer und der Ausspeisung der „Kärntner Sozialarbeitssuppe“ im Innenhof der Fachhochschule Kärnten

Zur Sache

Die Veranstaltung wird von folgenden Organisationen getragen:
Studiengang Soziale Arbeit der FH Kärnten
Österreichischer Berufsverbund der Sozialen Arbeit
Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Gewerkschaft der Privatangestellten - Druck, Journalismus, Papier
Kolleg für Sozialpädagogik der Diakonie de la Tour
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