14.10.2017, 06:50 Uhr

Weil Lebensmittel nicht selbstverständlich sind

Gabriel, Fabian, Tamara und Emy (v.li.) sind sofort Feuer und Flamme und schnappen sich die Produkte (Foto: Friessnegg)

Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Die Bildungsreferenten sind in Schulen unterwegs.

TIFFEN (fri). Seit mehr als zehn Jahren ist die Landwirtin Sigrid Tauchhammer als Bildungsreferentin in der Gemeinde Steindorf tätig. Immer wieder ist sie auch in den Schulen unterwegs, um den Mädchen und Buben Essen in all seinen Facetten näher zu bringen.

Nicht überall verfügbar

"Gerade am Welternährungstag ist es mir wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass Essen nicht überall selbstverständlich und in Übermaßen zur Verfügung ist. Geschweige denn, dass die Auswahl so groß ist, wie wir es gewohnt sind", sagt Tauchhammer. "In all den Jahren habe ich bemerkt, dass Kinder nicht nur sehr interessiert an der Thematik sind, sondern diese auch weitertragen und Informationen nach Hause mitnehmen." Die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen sind nicht nur aufmerksame Zuhörer, sondern auch eifrig bei der Sache, wenn es darum geht einen Brotteig zu kneten oder einen Kuchen zu backen.

Praktische Einblicke

"Wenn die Kinder ein Gespür dafür bekommen, dass Lebensmittel nicht im Supermarkt wachsen, sondern von Menschen in der Nachbarschaft produziert werden, dann ist unsere Aufgabe erfüllt", ist Tauchhammer überzeugt. Einige Male hatte sie auch schon Schulklassen am Hof zu Gast: "Wir haben die Kinder in verschiedene Arbeitsschritte im Stall und in der Käserei eingebunden. Alle waren begeistert bei der Sache."

Zur Sache

Im Bezirk Feldkirchen werden 22 Klassen mit 370 Schülerinnen und Schülern von sechs Bauern und 20 Bäuerinnen in der Schule besucht. Im Zuge dessen werden ihnen einerseits die bäuerlichen Produkte näher gebracht, anderserseits wird darauf hingewiesen, dass Lebensmittel nicht überall im Überfluss vorhanden sind.

Die Praktiker
erzählen von ihrer Arbeit, erklären diese, bringen kleine Kostproben mit und bereiten mit den Kindern vor Ort Snacks zu.

Kernthema ist heuer die Milch, weiters geht es um das Thema Brot und Apfel.
In den Gemeinden Ossiach, Glanegg und Albeck findet der Aktionstag direkt am Hof der Bildungsreferenten statt. Inmitten der bäuerlichen Welt können die Kinder selbst Hand anlegen.

Neben Informationen über das Leben und Arbeiten am Bauernhof bringen die Bäuerinnen und Bauern auch Kostproben aus eigener bäuerlicher Erzeugung mit und lassen so die Landwirtschaft für Schüler „begreifbar“ werden.
Es ist wichtig, den Kindern aufzuzeigen, dass unsere Lebensmittel wie Eier, Milch und Obst nicht im Supermarkt „wachsen“, und bewusst zu machen, dass wir in einem Land leben, in dem es eine Fülle von hochwertigen, ursprünglichen und vielfältigen Produkten gibt.

Abwechslung aufs Brot bringen


Getreideaufstrich
Zutaten: 1/4 Liter Milch oder Gemüsebrühe
50 Gramm geschrotetes Getreide
250 Gramm Topfen
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
Salz, Pfeffer, Senf,
Schnittlauch und Petersilie fein gehackt
Zubereitung: Milch oder Gemüsebrühe mit Getreideschrot aufkochen und überkühlen lassen. Topfen, Zwiebel, Gewürze, Kräuter sowie gekochten Schrot dazugeben, abschmecken und genießen.
Tipp: Als Getreideschrot eignen sich Dinkel, Grünkern oder Buchweizen.
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