14.03.2017, 17:00 Uhr

Werner Ritzinger: "Man muss für jeden Fehler geradestehen"

Der Obmann des SCO Bodensdorf, Werner Ritzinger, bringt bis zu 10 Stunden in der Woche für den Verein auf

Werner Ritzinger über seine Verantwortung und Herausforderungen als Obmann des SCO Bodensdorf.

BODENSDORF (stp). Seit etwa zehn Jahren ist Werner Ritzinger der Obmann des SCO Bodensdorf. Er hat die Verantwortung über die fünf Sektionen (Tennis, Tischtennis, Tanzen, Sportkegeln, Radsport) und ist Ansprechpartner für sämtliche Vereinsangelegenheiten. "Man ist immer der erste, der geradestehen muss, wenn etwas daneben geht. Natürlich ist man andererseits auch bei Erfolgen beteiligt", beschreibt Ritzinger seine Situation.

Das sportliche Aushängeschild der Bodensdorfer ist seit Jahren die Tischtennis-Damen-Mannschaft, die in der 1. Bundesliga spielt. Zu Hause einen Bundesliga-Bewerb abzuhalten ist am Vereinsgelände in Bodensdorf allerdings nicht möglich - die Auflagen seien zu hoch. "Wir haben zu wenig Platz für genügend Tische, daher können wir keine Bewerbe auf Bundesliganiveau ausrichten und müssen immer auswärts spielen", erklärt der Obmann, der selbst in der Herren-Kärntnerliga-Mannschaft spielt.

Organisation und Rechtliches

Im 70 Jahre alten Verein, der aktuell etwa 400 Mitglieder hat, muss Werner Ritzinger als Obmann auch auf die kleinsten organisatorischen Dinge achten, wie er selbst anmerkt: "Egal ob Bäume schneiden, Rasen mähen oder Schneeräumung - alles muss koordiniert werden. Um das Sportliche kümmern sich zum Glück großteils die Sektionsleiter - da sind wir sehr gut aufgestellt."

Dass er als Obmann auch über rechtliche Angelegenheiten informiert sein muss, war im von Beginn an klar. Auch wenn man in den letzten Jahren nie in einen größeren Konflikt geraten ist, sei ein Grundwissen unerlässlich: "Über den Dachverband ASVÖ habe ich damals Kurse zum Thema Vereinsmanagement absolviert. Das hat mir sehr geholfen und ich kann nur jedem dazu raten." Im Laufe der Jahre müsse man zudem immer am Ball bleiben, da sich in vielen Bereichen wie etwa den Finanzen immer wieder Dinge ändern.

"Haus auf den Kopf gestellt"

Von 2006 bis 2012/13 hat der SCO Bodensdorf das eigene Vereinshaus renoviert. Dabei musste man zahlreiche Kontrollen über sich ergehen lassen und auf jedes kleinste Detail achten, erinnert sich Ritzinger zurück: "Egal ob die Höhe der Geländer, Absperrungen oder Fluchtwege - alles wurde geprüft. Die Behörden haben quasi das ganze Haus auf den Kopf gestellt.

Grundsätzlich solle man laut Ritzinger jedoch immer schon im Vorfeld wissen, welche Risiken und Probleme es geben könnte. "Denen muss man im Vorfeld schon entgegnen und Lösungen finden. Bei Veranstaltungen arbeiten wir in dieser Hinsicht sehr gut mit Gemeinde und Polizei zusammen."

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