14.06.2017, 06:42 Uhr

Wo Handwerk auf soziales Engagement trifft

Karin Kopeinig und Josef Kowal wollen Technik mit sozialen Projekten verbinden und so Perspektiven aufzeigen (Foto: Friessnegg)

Mit dem Verein "mach dein ding" sind Josef Kowal & Karin Kopeinig Gast bei den Tagen der Zukunft.

FELDKIRCHEN (fri). 2015 hat Josef Kowal den Verein "mach dein ding" in Feldkirchen gegründet. Ihm ging es darum einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem kreative Köpfe ihren Ideen freien Lauf lassen können.


Technik trifft Soziales

"Die Plattform ist unbürokratisch und unabhängig, damit jeder Einzelne seine Potenziale voll ausschöpfen kann", betont Kowal. Neben der Nachhaltigkeit – dem Arbeiten mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz – will er in konkreten Projekten, in die auch Karin Kopeinig, Mitarbeiterin des Mädchenzentrums Klagenfurt, eingebunden ist, Technik mit Sozialem verbinden. "Unser Ziel ist es Partnerschaften einzugehen und daraus einen Mehrwert für Jugendliche zu ziehen", betont er. "Wir sind überzeugt, dass man über das Handwerk Menschen zusammenbringen kann, die sich wechselseitig positive Impulse für ihr Leben geben können. Die Kombination aus Technik und der Sozialarbeit in einem Umfeld, das nicht von Leistungsdruck geprägt ist, birgt viele Möglichkeiten."

Handwerkliche Prozesse

"Wir haben schon einige Wokshops mit Mädchen vom Mädchenzentrum absolviert und wollen vermehrt Kinder in handwerkliche Prozesse einbeziehen." Beim Girls Day werden an drei Terminen Mädchen der Volksschule Feldkirchen die "Offene Werkstatt" besuchen und den Naturstoff Holz als Werkstoff kennenlernen. "Es soll eine lebendige Auseinandersetzung mit Menschen in Verbindung mit produktiven Prozessen sein. Denn abseits von schulischer Ausbildung, Lehre oder dergleichen gibt es zu wenig Impulse für junge Menschen aktiv tätig zu werden", sagt Kowal.


Zur Sache

Zum elften Mal organisiert das Institut für Zukunftskompetenzen (IFZ) die „Tage der Zukunft“.
Dieser internationale Denk- und Handlungsraum geht von 12. bis 14. Juni 2017 auf der Klosterruine Arnoldstein über die Bühne. Projektteams und Experten werden innovative Ansätze präsentieren.
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