13.12.2017, 06:31 Uhr

Wo Wirtschaft auf Natur trifft

Bürgermeister Johann Huber will Natur nachhaltig nutzen (Foto: Friessnegg)

Neben dem Bau des neuen FF-Hauses und der Ortskern-Gestaltung will man den Slow Trail beleben.

OSSIACH (fri). Gedanken um eine nachhaltige wirtschaftliche Nutzung des ökologisch wertvollen Lebensraums im Bereich des Flutungsbeckens macht sich der Ossiacher Bürgermeister Johann Huber (FPÖ) seit geraumer Zeit.

Informationsstand errichten

"Wir haben bereits vor einiger Zeit einen Antrag eingebracht, wonach es sinnvoll wäre einen Art Info-Point einzurichten", schildert Huber. "Neben Parkplätzen für Autos und Busse, Fahrradständern und WC-Anlagen sollte es auch einen Informationsstand geben. Beispiele aus anderen Regionen zeigen, dass Naturschutz und Wirtschaft kein Widerspruch sein müssen, sondern dass sie in geregelten Bahnen gut miteinander vereinbar sind." Konkret schlägt er die Errichtung eines solchen "Informationsstandes" mit angeschlossener Infrastruktur im südöstlichen Bereich der Bleistätter Moor Landesstraße und das Alten Tiebelweges vor.
"Dort sind bereits alle infrastrukturellen Einrichtungen – sprich Kanal- und Stromanschluss, Trinkwasserversorgung, etc. – vorhanden. Zudem grenzen hier zwei Natura 2000 Schutzgebiete, Tiebelmündung und Ossiacher Tauern, aneinander." Organisierte Führungen könnten künftig von hier aus starten.

Mit Naturerlebnis punkten

"Für die Tourismusbetreiber der Region ein attraktives Angebot, mit dem sie bei ihren Gästen punkten könnten. Denn Naturerlebnis liegt hoch im Kurs", ist der Ossiacher Bürgermeister überzeugt. Mit rund 200.000 Euro würde sich der Informationsstand finanzieren lassen. Die Folgekosten sollten aus Einnahmen von Verkauf und verschiedenen Gebühren gedeckt werden. "Verbleibende Kosten wären nach einem Aufteilungsschlüssel von der Tourismuswirtschaft, den Gemeinden und anderen Nutzern zu tragen." Bedauerlich findet der Ortschef den Umstand, dass es entlang der Bleistätter Moor Landesstraße keinen Weg für Fußgänger gibt. "Auch hier haben wir über eine eventuelle Lösung nachgedacht. Ein Steg könnte Abhilfe schaffen."

Revitalisierung des FF-Hauses 

In Ossiach sind die Bauarbeiten beim Feuerwehrhaus in vollem Gange. Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahr 1985 und die Ausstattung entspricht nicht mehr den Anforderungen der Zeit.
"Wir müssen die Sanitär-Anlagen komplett erneuern und dabei Rücksicht auf unsere Feuerwehrdamen nehmen", sagt Huber. Zudem wird eine dritte Fahrzeugbox errichtet, um im Haus Platz für die Ausrüstung der 45 aktiven Florianis zu schaffen. "Die Nettokosten für den Umbau belaufen sich auf 750.000 Euro (Brutto 900.000)."

Ortskern gestalten

2018 erfolgt auch die erste Umsetzung, die im Ortskerngestaltungs-Masterplan festgelegt wurde. "In Zusammenarbeit mit der Ossiacher Bevölkerung und einem Architekturbüro wurden Modelle entwickelt, die nun nach und nach umgesetzt werden sollen", verrät Huber. "Begonnen wird in der Stiftsstraße. Im Bereich unserer "Harfe" soll ein Erlebnisspielplatz für Kinder errichtet werden." Hier würden Ideen, die von den Kindern im Rahme des "Flügge"-Bewerbs selbst erstellt worden sind, einfließen. "Schlussendlich sollen sich Kinder dort wohl fühlen. Wer könnte da als Ideengeber besser fungieren als die Kids selbst."
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