18.09.2014, 09:22 Uhr

Kampl wurde aus FPÖ ausgeschlossen

Siegfried Kampl, wurde aus der Partei ausgeschlossen. (Foto: Woche)

Dem Gurker Bürgermeister wurden Aussagen zum Nationalsozialismus zum Verhängnis. Ob er dennoch zur Gemeinderatswahl im März antritt, ist offen.

GURK. Der Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl wurde gestern aus der FPÖ ausgeschlossen. Anlass waren seine Aussagen in einem Interview in einer Tageszeitung zum Nationalsozialismus.

Kein Platz in der FPÖ

FPÖ-Landesparteiobmann Christian Ragger sagt: "Derartige Aussagen haben und hatten in der Partei keinen Platz. Ich bin es leid, dass junge Funktionäre durch die Einstellungen der älteren Generation in ein Eck gedrückt werden." Der Parteiausschluss ist bereits beschlossene Sache. "Wir haben einen einstimmigen Präsidiumsbeschluss", erklärt Ragger. Siegfried Kampl, der erst am Sonntag bekannt gab, im kommenden März erneut kandidieren zu wollen, sagt: "Ich sehe dem Ausschluss gelassen entgegen und werde mich mit meinen Parteikollegen beraten".

Kampl mit eigener Liste?

Ob der 78-jährige Kampl sich der Wahl im März stellen wird, ist noch nicht abzusehen. "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht", sagt der Bürgermeister. Die FPÖ will demnächst klären, ob sie einen eigenen Kandidaten stellt. Theoretisch wäre es möglich, dass Kampl mit einer eigenen Liste antritt. "Junger Mann, darüber will ich am Telefon noch nicht reden", sagt Kampl.


Aussage über Wehrmacht

Siegfried Kampl stolperte schon einmal über seine Einstellung zum Nationalsozialismus. Das BZÖ hatte ihn 2005 als Bundesratspräsidenten vorgesehen, doch eine Äußerung über die Wehrhmachtsdeserteure, die er als Kameradenmörder bezeichnete, beendete seine Kandidatur.
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