28.09.2017, 08:00 Uhr

Vidreis: "Wir spielen wirklich wieder Fußball"

Der Torjäger der Sirnitzer: Michael Spitzer (l.) erzielte im letzten Heimspiel gegen Globasnitz gleich drei Treffer Foto: Kuess (Foto: Kuess)

Günther Vidreis hat frischen Wind nach Sirnitz gebracht und spricht von einem möglichen Aufstieg.

SIRNITZ (stp). "Früher wurde immer nur gekämpft. Das ist überhaupt nicht mein Stil. Ich will, dass meine Mannschaft Fußball spielt und den Ball laufen lässt", sagt Günther Vidreis.

Zu Hause ohne Niederlage

Er hat vor der Saison kurzfristig die SGA Sirnitz übernommen. Sein Stil wird vom Team immer besser angenommen, wie auch die letzten Ergebnisse zeigen. Gegen Ulrichsberg holte man am Sonntag den ersten Auswärtspunkt. Zu Hause am eigenen Platz ist man schon seit Saisonbeginn ungeschlagen. Das letzte Heimspiel vor zwei Wochen gegen Globasnitz gewann man klar mit 4:1. Und das, obwohl Vidreis keinen einzigen Spieler auf der Ersatzbank hatte und mit Ebner und Rumpold sogar zwei ehemalige Spieler reaktivieren musste.

Start mit Hindernissen

"Wir hatten einen unglücklichen Start in die Saison. Drei Schlüsselspieler sind bis vor kurzem verletzt ausgefallen. Da unser Kader relativ dünn ist, konnten wir die Ausfälle nur schwer kompensieren", so Vidreis, der beim Heimspiel gegen Rückersdorf am nächsten Samstag (16 Uhr) wieder auf seinen vollen Kader zurückgreifen kann.

Das ausgegebene Saisonziel, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, erfüllen die Sirnitzer mit Tabellenrang 6 eindeutig. Vidreis geht sogar noch einen Schritt weiter: "Ich stecke mir immer höhere Ziele. Wir wollen dieses Jahr gut spielen und wenn möglich unter die Top 5. Dann wird man sich mit dem Vorstand zusammensetzen, ob man noch Spieler dazuholt und eventuell versucht um den Aufstieg mitzuspielen."

Trotz der großen Worte bleibt der Ex-Profi, der zu seiner aktiven Zeit u.a. bei Voest Linz, Sturm Graz und der Vienna spielte, realistisch: "Wir müssen am Boden bleiben. Herausragend ist aber mit Sicherheit, dass wir bis auf zwei Ausnahmen nur Sirnitzer im Kader haben. Auch die jungen Kicker kommen immer wieder zu ihren Einsätzen."

Ein Jahr fehlt den Jungen

Dass es trotz guter Nachwuchsarbeit bis zur U16 keine U17+4 oder Reserve gibt, sieht Vidreis als Problem: "Die Spieler sitzen entweder in der Kampfmannschaft auf der Bank und verlieren Spielpraxis oder sind körperlich einfach noch zu schwach für die Unterliga. Das eine wichtige Jahr fehlt."
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