25.11.2016, 07:00 Uhr

Aus einem Hobby wurde ein Bier

Im eigenen Braukeller: Familie Huber – Birgit mit Tochter Elisabeth, Harald mit Sohn Alexander und Karl-Heinz

In seinem Keller braut der Friedlacher Harald Huber Bier. Er hat sein Hobby perfektioniert.

FRIEDLACH (fri). "Begonnen hat alles mit einem Einkochtopf am Herd", denkt Harald Huber zurück. "Ich war neugierig und wollte einfach probieren selbst ein Bier zu brauen." Verkostet wurde es dann in geselliger Runde und auch gleich für gut befunden. Für Harald Huber, seine Frau Birgit und seinen Bruder Karl-Heinz ein klarer Auftrag weiterzumachen, die Kunst zu perfektionieren und das Bier zu einem Produkt für die Direktvermarktung zu machen.


Nach dem Reinheitsgebot

Nun wird im Keller der Familie Huber nach dem Reinheitsgebot Bier gebraut. Reinheitsgebot bedeutet, dass nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe als Zutaten verwendet werden. "Der Brauvorgang selbst dauert acht bis zehn Stunden. Danach beginnt die Gärung", erklärt Harald Huber. "Je nach Biersorte sind für diesen Prozess eine bestimmte Temperatur und ein bestimmter Zeitraum nötig."


Technische Details

Für den Techniker aber ein Klacks. Mit dem nötigen Wissen hat er sich die geeigneten technischen Einrichtungen selbst gebaut und für seine Zwecke adaptiert. Die Füllanlage funktioniert ohne Pumpe. Jede Flasche wird per Hand abgefüllt. Eine weitere Aufwertung für den "Gerstensaft" made in Friedlach.

Auf Nachhaltigkeit setzen

Das Bier wird in hochwertige Mehrwegflaschen abgefüllt und diese kommen in Holzkisten. "Wir versuchen möglichst ressourcenschonend zu arbeiten und setzen darum auf wiederbefüllbare Flaschen", so Huber. "Als Transportverpackung haben wir uns für eine Holzkiste entschieden. Schließlich ist unser Bier keine Massenware, sondern ein Naturprodukt aus der Region."


Aus eigener Produktion

Gerade weil das Bier, das es derzeit in vier verschiedenen Sorten – Landbier (malzaromatisch und kräftig), Altbier (dunkel und hopfenbetont), Amarillo (mit spezieller Hopfennote) und Helles (mit Citra Hopfen-Note) – gibt, ein Naturprodukt ist, planen die Brauer bereits den nächsten Streich. "Wir wollen im nächsten Jahr Gerste und Hopfen selbst anbauen. Dann kommen die Rohstoffe alle aus der Region." Und weil das Halle Bräu ein Naturprodukt ist, ist es auch leichten Geschmacksschwankungen unterworfen. "Die leichten Nuancen sind absolut gewollt und wir sind der Überzeugung, dass genau das ein Craft Beer (handwerklich gebrautes Bier) auszeichnet."

Das Halle Bräu kann im Rahmen Einkaufsnacht (25. November) in der Thun Passage bei Erhard Blaßnig verkostet werden.

Info: www.hallebräu.at
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