17.11.2016, 06:59 Uhr

Edelmetall für die Trophäen

Goldschmiedemeister Christian Sommer bei der Arbeit (Foto: KK)

Wenn ein Jäger Jagd- & Trachtenschmuck anfertigt, dann sieht er diesen mit den Augen des Waidmanns.

FELDKIRCHEN (fri). Vor 23 Jahren hat Christian Sommer die Meisterprüfung zum Goldschmied abgelegt. Seine Begeisterung für seinen Job, der sehr viel Kreativität und Fingerfertigkeit verlangt, ist nach wie vor ungebrochen. Neu ist allerdings, dass er eine Passion gefunden hat, die sich optimal mit seinem Beruf verbinden lässt. Gemeint ist: die Jagd.


Stolz der Waidmänner

"Ich habe vor drei Jahren die Jagdprüfung gemacht. Seither sehe ich nicht nur das Waidwerk, sondern auch meine Arbeit als Jagdschmuck-Hersteller mit anderen Augen", denkt Sommer nach. "Wenn nun ein Jäger mit seiner Trophäe – egal ob es sich dabei um Grandeln, Horn- oder Knochenteile handelt – zu uns kommt, dann übergibt er uns ein Stück, das hohen individuellen Wert für ihn hat. Unsere Aufgabe besteht darin diese gekonnt in Szene zu setzen."

Den Anfang macht die Skizze

Dafür wird zuerst eine Skizze gemacht. Wenn der Entwurf die Zustimmung des Kunden erhält, geht es an die Umsetzung. "Bei der Verarbeitung selbst können hochwertigen Metalle – Gold, Silber, Platin – und Steine eingebunden werden. Edelsteine wie Rubine, Saphire und Smaragde setzen farbliche Akzente. Letzten Endes bestimmen der Preis und die Vorlieben des Auftraggebers."

Natur zum Tragen

Der Trend zur Natur macht auch vor Schmuck-Kollektionen nicht Halt. "Naturmaterialien wie Holz, Stein, aber auch Horn und Fossilien fließen in individuelle Schmuckstücke ein", bemerkt Sommer. "Auch bei Eheringen spielt die Symbolik eine große Rolle. Verbindende Elemente werden in die sichtbare Verbundenheit – die Ringe – eingearbeitet."

Zur Sache

Zu individuellen Schmuckstücken lassen sich viele Naturmaterialien verarbeiten. Golschmied Christian Sommer hat sich auf Jagdschmuck spezialisiert und fertigt die Unikate nach Entwürfen, die nach den Vorstellungen der Kunden entstanden sind, an. In der Goldschmiede-Werkstatt sind weitere vier Mitarbeiter beschäftigt.
Verwendete Materialien: Horn, Knochen, Zähne, Holz, Stein, ... Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
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