Endlich rauchfrei – Gemeinsam wieder durchatmen können

Der "Smokerlyzer" misst bei den Telnehmern den Kohlendioxidgehalt in der Lunge.
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  • Der "Smokerlyzer" misst bei den Telnehmern den Kohlendioxidgehalt in der Lunge.
  • hochgeladen von Martina Stabauer

SALZBURG (mst). Alleine einer Sucht zu entkommen ohne Hilfe zu haben ist oft schwerer als gedacht und führt zu vielen erfolglosen Versuchen sein „Laster“ endlich loszuwerden. Die Rauchfrei-Schulungen, welche auf Grundlage des Tübinger Modells geführt werden, sollen bei dieser herausfordernden Aufgabe Unterstützung bieten.

Die richtige Einstellung als gute Voraussetzung

Geleitet werden die AVOS-Schulungen von gelernten Psychologen die eine entsprechende Zusatzausbildung absolviert haben. Häufig sind auch Apotheker die Gruppentreffen anwesend und stehen den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Wichtig ist die Treffen regelmäßig zu besuchen. Organisatorin der Treffen Verena Aistleitner spricht aus Erfahrung: „Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein Prozess. Dieser startet damit, sich seelisch auf das vorzubereiten was einen erwartet. So wichtig wie dieser Start, ist es auch sich darüber auszutauschen wie es einem geht, wenn man bereits mit dem Rauchen aufgehört hat.“ Deshalb ist es auch nicht möglich als Quereinsteiger zu starten und man sollte mindestens vier der sechs Module besuchen. Am Beginn und am Ende der Treffen wird der Kohlendioxidgehalt in der Lunge gemessen. So sieht man einerseits schwarz auf weiß was mit dem Körper passiert wenn er zu viel Nikotin ausgesetzt ist und andererseits werden schnell Erfolge sichtbar, wenn man mehr und mehr auf den schädlichen Stoff verzichtet.

In sechs Schritten zum Ziel

Nach der Anmeldung wird man durch ausführliches Informationsmaterial darüber aufgeklärt was einen bei den kommenden Terminen erwarten wird. Aufgebaut sind die Treffen nach dem lange erprobten Tübinger Modell. In sechs Einheiten zu je 90 Minuten stellt man sich der Aufgabe zu einem rauchfreien Leben zu gelangen. Es beginnt mit einem allgemeinen Kennenlernen als Einstieg. Anschließend kann jeder individuell seinen „Rauchstopp“ festlegen. Man entscheidet sich also für ein Datum ab dem man mit dem Rauchen aufhören will. Hierbei ist jedem selbst überlassen wie schnell oder weniger schnell man diesen Schritt gehen will. Hat man es geschafft auf Zigaretten zu verzichten, geht es darum die Abstinenz zu stabilisieren. In den weiteren zwei Modulen wird versucht die Motivation weiterhin aufrechtzuerhalten. Ist man bei der letzten Einheit angelangt wird besprochen wie man damit umgehen kann, wenn die Versuchung doch einmal zu groß war.

Geld soll keine Rolle spielen

Die Schulung kostet grundsätzlich 150 Euro. Die Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) zahlt jedoch 75 Euro zurück, sofern man vier der sechs Termine wahrnimmt. Dieses Angebot gilt für alle Versicherten. Ist man schwanger, hat ein Kind das nicht älter als drei Jahre ist, ist man Bezieher der Mindestsicherung oder noch nicht über 25 Jahre alt werden 120 Euro zurück erstattet. Willkommen ist jeder der seiner Nikotinsucht den Kampf ansagen möchte. „Die jüngsten Teilnehmer sind 20, aber auch viele Pensionisten die schon Mitte sechzig sind, wünschen sich endlich ein rauchfreies Leben“, erzählt Aistlinger.

Gemeinsam ist man stärker

„Der Gruppenaspekt spielt eine ganz wesentliche Rolle. Man ist kein Einzelkämpfer und die Hemmschwellen sind geringer. Außerdem sind auch Rückschläge kein Tabuthema. Immer wieder motivieren sich Teilnehmer gegenseitig und stärken einander“, weiß die Expertin. Als zusätzliches Angebot gibt es das Rauchfrei-Telefon der SGKK und manchmal tauschen sogar Teilnehmer gegenseitig ihre Telefonnummern aus und vernetzen sich. „Ich fühlte mich nicht alleine mit meinen ‚Nichtraucher-Sorgen‘ und bekam immer ein offenes Ohr“, erzählt eine ehemalige Teilnehmerin die laut eigener Angabe seit fünf Monaten rauchfrei lebt.

Den Arbeitsplatz vom Qualm befreien

Auch Firmen können sich für AVOS-Schulungen anmelden. Die Treffen finden dann direkt im Unternehmen statt. „Momentan haben wir sehr viele Anfragen von Firmen, die sich Wünschen, dass der gesamte Betrieb rauchfrei wird“, erzählt Aistlinger. „Hier spielt auch der soziale Aspekt eine große Rolle. Denn die Mitarbeiter in den Firmen motivieren sich gegenseitig das Angebot der Rauchfrei-Schulungen in Anspruch zu nehmen“, sagt die Organisatorin weiter.

Der Start in ein rauchfreies Leben

Ab September starten in fast allen Bezirken die nächsten Treffen:

  • Salzburg: 12.09.2018, Mittwoch um 19 Uhr – mit Monika Berger
  • Seekirchen: 24.09.2018, Montag um 19 Uhr – mit Oksana Blotni
  • Schwarzach: 07.11.2018, Mittwoch um 18 Uhr – mit Monika Berger
  • Zell am See: 13.09.2018, Donnerstag um 18.30 Uhr – mit Katja Rasser

Nähere Informationen finden Sie unter www.avos.at.

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