Wenn der Körper zum Feind wird

Verena Rameseder ist die Leiterin der sozialtherapeutischen Wohngruppen.
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  • Verena Rameseder ist die Leiterin der sozialtherapeutischen Wohngruppen.
  • Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße
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SALZBURG (mst). Das Diakonie Zentrum Spattstraße in Linz hat zwei sozialtherapeutische Wohngruppen für junge Menschen mit Essstörungen errichtet. Das Angebot richtet sich an Betroffene aus ganz Österreich.

Zwischenstation als Hilfe

Betreut werden weibliche und männliche Betroffene im Alter von zwölf bis 30 Jahren. Michael Merl – zuständig für die medizinische Begleitung, erklärt: "Wir betreuen Menschen mit Anorexie, Bulimie und atypischen Essstörungen." Dazu zählen Essstörungen bei denen nicht alle Merkmale der Krankheit auftreten, die aber genauso wichtig zu behandeln sind. "Viele der Betroffenen haben bereits Aufenthalte hinter sich. Nach der Akutbehandlung im Krankenhaus könne sich die jungen Menschen in den Wohngruppen stabilisieren und wieder einen gesunden Zugang zu ihrem Körper und zum Essen entwickeln", so Merl weiter.

Mehr als ein Ernährungsproblem

Die Leiterin der Wohngruppen Verena Rameseder ist sich sicher: "Für die meisten Betroffenen ist der Sprung von einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus zurück in den Alltag zu groß." Eine ehemals Betroffene weiß wie schwer der Ausweg ist: "Die Essstörung ist heimtückisch. Du glaubst sie überwunden zu haben und plötzlich braucht es nicht viel und die Krankheit hat dich wieder fest im Griff." Deshalb betont Rameseder: "Essstörungen sind ernstzunehmende, psychische Erkrankungen und ein Ausdruck dafür, dass belastende Situationen nicht mehr zu bewältigen sind."

Auch für Salzburger zugänglich

Nähere Informationen zu den Wohngruppen finden Sie unter www.spattstraße.at. Die Leiterin Verena Rameseder steht jederzeit für Fragen zur Verfügung. Sie ist per Mail unter verena.rameseder@spattstrasse.at und unter der Nummer 0676 512 387 3 erreichbar.

Verena Rameseder ist die Leiterin der sozialtherapeutischen Wohngruppen.
Ziel ist es den jungen Betroffenen wieder zu einem gesunden Zugang zum Essen und ihrem Körper zu verhelfen.

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