Über das Leben und das Miteinander ...

„Der Wendehals“

Es ist der Wendehals,
der wie ein Wetterhahn im Sturm sich dreht
und selten nur,
zu dem was seine Meinung wär,
auch wirklich steht.

So wird es sein
- doch dies ist unzureichend erst erforscht -
das am selben Tag ,
zum selben Ding,
von ihm,
konträres Reden du erfährst,
oder,
das vielleicht mal ganz das Maul er hält,
obwohl's letztendlich seine Meinung wär,
die zählt
und auf die auch viele bauten,
würd er dieselbe
nur verlauten.

Doch wie's im Leben
eben ist,
wird oftmals,
von Versprechungen nichts mehr gewußt.
So scheint es Tradition
und nicht nur in der Politik.
Denn wittert jemand wo ‘nen Sieg,
wozu er "nur"
seine Meinung ändern muß,
dann ist
mit den Versprechungen Schluß.

Aufdass recht schnell er auch vergißt,
was einst als lautes Wort, versprochen worden ist
und auf was sich viele auch verließen,
bis alle
sie zum Schluß beschissen,
nicht mal erkennen,
welch Arschloch da vor ihnen steht,
der ihnen nach den Mäuler redt
und sie von Hint‘ bis Vorn verarscht,
mit Tönen,
niederträchtig barsch,
weil er ganz einfach süß aussieht
wenn er ‘ne Runde Bier ausgibt.

Er,
der vom Staate zehnmal mehr kassiert,
als die Rentnerin,
die in der kalten Wohnung friert
und die den Obdachlosen stets zu Essen gab,
auch wenn sie selbst am Hungertuche nagt.

Er,
der sich Diäten einverleibt,
in Tausendern,
für‘s Essen geh’n zu zweit.

Er,
der immer zu den Menschen steht,
am liebsten dann, wenn’s darum geht,
sich selbst zu profilieren
und für viel Geld sie hinter’s Licht zu führen.
Sie auszunutzen, auszunehmen
und keinen Deut sich was zu schämen,
wenn wegen ihm die Leut‘ sich fragen,
wie sollen wir das noch ertragen?

So ist der Wendehals,
der immer dann das Maul brav hält,
wenn sich für ihn es aus grad zahlt,
und sich sein Geld im Säckel mehrt ...
Egal,
dass ist‘s ihm immer Wert,
wenn unterm Strich dann zum Verdruß,
daß Volk viel mehr noch buddeln muß
und Kinder lieblos d‘rum verkümmern,
weil Eltern sich vor Arbeit krümmen,
damit zumindest Tee es gibt,
wenn man am Morgen sich kurz sieht
und Butter,
auf das harte Brot,
weil selten man zum Einkauf kommt,
wenn drei Jobs zu erfüllen sind,
um Schuh und Jacke für das Kind
und auch das Zimmer zu berappen,
in dem man wohnt,
im engen knappen.

Es ist ihm Recht
und schlicht egal …
bis kurz dann,
vor der nächsten Wahl

* © Gerhard Windhager *

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