400 Einsatzkräfte rückten zur Großübung beim Bahnhof Straßwalchen aus

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Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei wurden am vergangenen Samstag zu einer Großübung beim Bahnhof Straßwalchen gerufen. Ein schweres Zugunglück mit einem Pkw stellte große Anforderungen an die rund 400 Einsatzkräfte.

Ein schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften bei der Großübung am Bahnhof in Straßwalchen. Über 50 zum Teil schwer verletzte und getötete Personen in einem verunglückten ÖBB-Waggon und ein Pkw mit eingeklemmten Insassen waren bei beschädigter Oberleitung zu bergen und zu versorgen. Die zerstörten und noch Strom führenden Oberleitungen über dem Waggon stellten für die Helfer selbst eine tödliche Gefahr dar. „Erst wenn die Stromzufuhr abgeschaltet ist und der Unfallbereich abgesteckt ist, erhalten die Einsatzkräfte von uns die Genehmigung die Gleise zu betreten“, erklärte ÖBB-Einsatzleiter Oliver Käfer. Im Vordergrund der Großübung standen die Koordination der Hilfsorganisationen untereinander und der Selbstschutz der Einsatzkräfte.

Erst als die Oberleitung geerdet war, konnten die Helfer den Unfallort betreten und die schreienden Verunglückten, die teils aus dem Zug geschleudert wurden, versorgen. Den Einsatzkräften wurde bei der Übung viel abverlangt. Zur Bergung aus den Unfallwracks wurden neben der Bergeschere weitere Werkzeuge eingesetzt. Vom Roten Kreuz wurde vor Ort eine Sanitätshilfestelle für die Verletzten zur Erstversorgung aufgebaut und mit einem Hubschrauber des Bundesheeres ins Krankenhaus transportiert.

„Die Feuerwehr hat ihr hervorragendes Engagement gezeigt und die Übung beherrscht, wie es nicht besser sein könnte“, lobte Übungsleiter und Abschnittskommandant Johannes Neuhofer seine über 130 Feuerwehrkräfte, die mit 20 Fahrzeugen anrückten. Auch Übungsleiter Hermann Gerstgraser vom Roten Kreuz zeigte sich zufrieden. „Es hat alles sehr gut funktioniert. Unser Einsatz mit 186 Leuten hat eineinhalb Stunden gedauert“, so Gerstgraser.

Mit fünf Beamten war die Polizei am Unfallort. „Bei einem größeren Unglück müsste eine höhere Anzahl von Polizisten eingesetzt werden, weil die polizeiliche Aufarbeitung mehr erfordert. Die Prioritäten waren von uns aus gut gesetzt“, so Polizei-Einsatzleiter Hans Mayrhofer. Positive Bilanz zog auch Rot-Kreuz-Bezirkskommandant Harald Stangl. „Das war eine realistisch dargestellte Übung“, betonte er. Bei der Übung beteiligten sich weiters die Ärzte Ursula Mayr-Zuchi und Elmar Gruber sowie Primar Alois Lugstein aus Straßwalchen. Am Ende bedankte sich Bürgermeister Fritz Kreil bei den ehrenamtlichen Helfern für die vorbildliche Abwicklung der Übung.

Autor:

Wolfgang Schweighofer aus Flachgau

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