Brot wirft man nicht weg? Leider doch

Elisabeth Strobl, Reinhard und Eva Weinmüller, Aglavaine Lakner (Umweltteam Rif).
  • Elisabeth Strobl, Reinhard und Eva Weinmüller, Aglavaine Lakner (Umweltteam Rif).
  • hochgeladen von Theresa Kaserer

SALZBURG/HALLEIN (tres). Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde zweimal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Diesem "Irrsinn", wie der Anifer Umweltreferent Reinhard Weinmüller es nennt, wollte das Katholische Bildungswerk mit dem Umweltteam der Pfarre Rif bei einem Impulsabend im Pfarrzentrum Rif entgegentreten. Welche Rolle jeder Einzelne übernehmen kann, um die Verschwendung von Essen zu verhindern, lesen Sie hier.

Es gibt Menschen, auch in Salzburg, die sich aus dem Müll anderer ernähren, obwohl das illegal ist - es ist Diebstahl. Diese Menschen leben gut davon. Der Grund: Tagtäglich werden genießbare Lebensmittel weggeworfen. Die meisten davon von Lebensmittelketten, die Waren aus ihren Regalen aussortieren: Äpfel mit einer Delle, Tomaten, die schon ein wenig matschig sind, Bananen mit Flecken, frisches Brot, das morgen nicht mehr ganz so frisch wäre, Produkte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben ... Die Liste ist lang.

Jeder kann etwas tun
2.800 kg an Lebensmitteln landen alle sechs Stunden allein in der Stadt Salzburg im Müll. Man könne aber nicht den Supermarktketten die alleinige Schuld geben, meint Weinmüller: Immerhin will jeder Kunde die schönste Tomate, das frischste Brot und das volle Sortiment bis zum Ladenschluss. Aber auch die Haushalte tragen zum "Irrsinn" bei: 19 % Speisereste landen in jedem Haushalt im Restmüll - davon 15 % noch originalverpackt, 32 % angebrochen, 34 % als Zubereitungsreste.

Was kann jeder einzelne tun? Weinmüllers Tipps: Bedarfsgerecht einkaufen und kochen ("Restlverwertung", nicht hungrig einkaufen, Liste schreiben), Abfälle trennen (aus Biomüll wird Kompost), bei lokalen Märkten einkaufen (Wer braucht Äpfel aus Neuseeland?) oder sich z. B. auch mit Schwarzbrot statt Semmeln begnügen, wenn man kurz vor Ladenschluss noch zum Bäcker geht. Und auch Obst mit Schönheitsmakel ist gut!

>>Filmtipp: "Taste the Waste" (2011), Valentin Thurn

Autor:

Theresa Kaserer aus Salzburg-Stadt

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.