Den eingeschleppten Pflanzen zu Leibe rücken

Salzburger Berg- und Naturwacht beseitigt ehrenamtlich Herkulesstauden am Heuberg in der Gemeinde Koppl
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  • hochgeladen von Kathrin Hagn

FLACHGAU/KOPPL (kha) Sie wirken nicht bedrohlich und sind es doch: die sogenannten Neophyten, zu deutsch etwa "Neu-Pflanzen". Streng genommen wären auch Kartoffeln als "Neophyten" einzustufen, landläufig werden unter dem Begriff aber aktuell jene  Pflanzenarten zusammengefasst, die sich invasiv ausbreiten und durch ihren unkontrollierten Wuchs zu verschiedenen Problemen führen.

"Gefahrenpotential bei Ragweed"

Ein Beispiel für eine solche invasive Pfanzenart mit hohem Gefahrenpotential ist zum Beispiel das Beifuß-Traubenkraut, bekannt unter dem Namen „Ragweed“. Diese Art ist in Österreich als invasiv eingestuft und wird weltweit bekämpft. Sie produziert einen für Allergiker besonders aggressiv wirkenden Pollen in großen Mengen – die Art wird durch den Wind bestäubt.

Bekämpfung von Neophyten

Vor wenigen Tagen wurde in Koppl am Rand der Gruberfeldsiedlung eine beträchtliche Menge an Riesen-Bärenklau,entfernt. Diese  ebenfalls problematische Pflanzenart ist beispielsweise durch achtlos aus einem Garten deponierte Abfälle in die freie Natur gelangt.  "Sieben ehrenamtliche Mitglieder der Salzburger Berg- und Naturwacht beseitigten gemeinsam mit fünf Mitgliedern der Österreichischen Bundesforste mit spezieller Schutzkleidung dieses Vorkommen."

Herkulesstaude

Der aus dem Westkaukasus stammende Riesen-Bärenklau wird wegen seiner Wuchskraft und der Größe seiner Blütenstände, die Höhen bis deutlich über drei Meter erreichen, auch Herkulesstaude genannt.Die Pflanze ist nicht ohne Grund nach dem unbesiegbaren griechischen Helden benannt. Der Saft des Riesen-Bärenklaus enthält giftige Inhaltsstoffe. Diese verursachen bei Berührung und Sonneneinstrahlung schwere Hautentzündungen und Verbrennungen.

Broschüre klärt auf

Eine neu aufgelegte Broschüre des Landes Salzburg mit dem Titel "Neophyten – Merkmale, Probleme, Maßnahmen" informiert nun darüber, welche Arten von Neophyten es gibt und was gegendie Ausbreitung unternommen werden kann. Die Broschüre des Landes SAlzburg steht zum kostenlosen Download unter https://www.salzburg.gv.at/Neophyten2018.pdf. bereit.

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