Der "Arnoweg" - In 63 Tagen quer durch Salzburg

Die Rauriser Arche
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SALZBURG (lin). Jeder Wanderer kennt die Schildchen "Arnoweg" an Weggabelungen in der Natur. Aber was ist dieser Arnoweg, wohin führt er, und wer ist dieser Arno überhaupt? Alle die sich für Bewegung, Fitness, ihre Heimat und ein bisschen Geschichte gar nicht interessiert, sollte jetzt weiterblättern und etwas anderes lesen.

1.200 Kilometer durch Salzburg

Schön, dass Sie geblieben sind. Im Jahr 798 wurde ein gewisser "Arn von Salzburg" zum ersten Erzbischof des Landes gekürt. Exakt 1.200 Jahre später hat die Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLTG) einem der Gründerväter des klerikalen Salzburg einen Wanderweg gewidmet: Den Arnoweg. Der führt 1.200 Kilometer quer durch alle Bezirke. In 63 Tagesetappen.

"Lebens-Etappe"

"Wer ihn geht, lernt seine Heimat besser kennen, als auf jede andere Art", sagt Georg Schrofner von der SLTG. "Ich selbst bin etwas mehr als 40 Etappen gegangen und habe mir damit das silberne Arno-Zeichen erwandert, so der Touristiker nicht ohne Stolz. Wer das "Goldene" will, muss ihn komplett gehen, und für das "Bronzene" genügt rund ein Viertel der Strecke.
Dieser Rundwanderweg folgt den Spuren der Kirchengeschichte und verbindet die ebenso großartigen wie unterschiedlichen Landschaft Salzburgs. "Besonders attraktiv ist der Weg für fitte Menschen am Beginn der Pension, die es noch einmal wissen wollen und endlich genug Zeit haben. Jeder der ihn geht, kehrt verwandelt zurück", sagt Schrofner.

Absolut sportlich

Schon die erste Etappe führt von der Stadt auf das 1.663 Meter hoch gelegene Zeppezauerhaus auf dem Untersberg. Da sind - wir bleiben unserer Zahl treu - 1.200 Höhenmeter zu überwinden. Dann geht es via Hochkönig und Steinernes Meer nach Lofer und Saalfelden. Von dort über die Pinzgauer Grasberge nach Krimml und über die Keesberge zurück nach Bad Gastein. Weiter durch die Gras- und Nockberge nach Tamsweg, die Niederen Tauern bis Radstadt und die Kalkberge Ost bis nach Abtenau. Und dann durch die Voralpen nach Irrsdorf bei Straßwalchen und durch das Alpenvorland zurück zum Ausgangspunkt nach Salzburg.

In seiner Maximalvatiante sind insgesamt 80.000 Höhenmeter und vdurchschnittlich 500 Stunden Gehzeit. Der höchste Punkt ist das Zittlhaus am Rauriser Sonnblick (3.100 M.). Man überquert einen Gletscher, aber der schönste Punkt ist für Schrofner gänzlich unspektakulär: "Der Gipfel des Tannbergs zwischen Neumarkt und Mattsee bietet kurz vor Schluss des Wander-Marathons einen atemberaubenden Blick über die großartigen Berge dieses Landes."

Verdiente Wegmacher

Der Arnoweg wurde 1998 nicht neu gebaut, sondern nur organisiert, beschildert und beworben: Nur wenige kurze Stücke führen über Asphaltastraßen, fast durchwegs besteht der Arnoweg aus gut gepflegeten Wanderwegen. In Stand gehalten wird er wie alle anderen Wege und Steige von den alpinen Vereinen und den örtlichen Tourismusverbänden.

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