Gar kein Grund zur "Lysterie"

www.biokas.at: Franz Pötzelsberger mit dem beliebten Adneter Dorfkäse.
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  • hochgeladen von Theresa Kaserer

ADNET (tres). Schön langsam kehrt wieder Ruhe ein in der Dorfkäserei Pötzelsberger in Adnet. Vor zwei Wochen mussten Franz und Anna Maria Pötzelsberger ihre Schnitt-Käsesorten zurückrufen, die im Verdacht standen, an der Oberfläche des Käses Listerien zu enthalten – Bakterien die nur bei immungeschwächten Menschen zu u. a. Magen–Darm-Beschwerden führen können.

Großer finanzieller Schaden

„In vielen Medien wurde die Sache leider aufgebauscht“, ärgert sich die Chefin, „so entstand eine Hysterie und der Kunde wurde total verunsichert. Es waren nur einzelne Produkte betroffen, nicht aber die Hartkäse wie unser Emmentaler, Almkäse oder der Keltengold. Unsere Käserei war zu keiner Zeit gesperrt, die Produktion lief normal weiter.“
Franz Pötzelsberger hatte bei einzelnen Proben Listerien festgestellt und den Vorfall daraufhin umgehend selbst bei der Behörde gemeldet.

Aus reiner Vorsichtsmaßnahme wurde das ganze Schnittkäse-Sortiment eingezogen, da alle in demselben Keller gelagert waren. „Wir hätten mindestens 90 % der Käselaibe verproben müssen, das hätte uns pro Laib ca. 100 Euro gekostet. Da war Entsorgen günstiger“, bedauert Anna Maria Pötzelsberger.

Hoffen auf Kundentreue

In vier bis sechs Wochen gibt es bei der Käserei Pötzelsberger wieder das gesamte Käsesortiment, das die Kunden gewöhnt sind.
Über den Rückhalt aus der Region freut sich die Familie Pötzelsberger sehr: „Die Leute stehen zum größten Teil voll hinter uns und das gibt Zuversicht. Viele rufen an, schreiben und kommen wie gewohnt zum Einkaufen in unseren "Kaslad'n". Wir bedanken uns auf diesem Wege bei unseren Kunden für ihr Vertrauen sehr herzlich und hoffen, dass wir gestärkt aus dieser Ausnahmesituation hervorgehen.“

Auf Qualität wird geachtet

Woher die Listerien kamen, wird sich wohl nie ganz klären lassen. „Listerien sind Erdbakterien und durchschnittlich 70 % der Bevölkerung waren damit schon einmal in Kontakt. Normalerweise führen diese bei gesunden Menschen zu keinen gesundheitlichen Problemen“, sagt Franz Pötzelsberger.
„Es war bei einigen Laiben nur die Rinde betroffen – das Innere hätte man bedenkenlos verzehren können, aber natürlich wollten wir kein Risiko eingehen. Die Kunden sollen zu 100 % die Sicherheit haben, dass die Qualität bei uns stimmt.“

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