"Viel los im Moos"
Jugendliche opfern Freizeit für den Umweltschutz

500 Arbeitsstunden wurden von den freiwilligen Helfern hier geleistet.
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  • 500 Arbeitsstunden wurden von den freiwilligen Helfern hier geleistet.
  • Foto: Robert Reischl
  • hochgeladen von Bettina Buchbauer

Jugendliche aus ganz Europa kamen in die Gemeinde Hof, um ihre Freizeit zum Wohle des Arten- und Naturschutzes einzusetzen. Dort befreiten sie schwer zugängliche Flächen vom starken Bewuchs, um den Pflanzen Raum zum Leben zu geben. Unterstützt wurden sie vom Alpenverein Österreich, der Salzburger Biotopschutzgruppe Halm und dem Land Salzburg.

HOF. Seit drei Jahren leiten die Studenten Francesca Christ aus Grödig und Robert Reischl aus Hallwang vom Alpenverein Österreich die Umweltbaustellen "Viel los im Moos" gemeinsam mit der Biotopschutzgruppe Halm (Heimisches Arten- und Lebensraummanagement). Vor Kurzem wurde in der Gemeinde Hof gearbeitet.

Artenschutz in der Freizeit

Bei diesem Projekt werden Naturschutzflächen gepflegt, die einen Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten darstellen. In einem Niedermoor nahe der Fuschler Ache wurde daher fleißig gearbeitet. Arten wie die Gelbbauchunke, der fleischfressende Sonnentau und die Sumpfwurz, eine seltene Orchidee, sind hier zu finden. Insgesamt 14 Freiwillige haben eine Woche lang ihre Freizeit dem Natur- und Artenschutz geopfert.

"Ich wollte nicht mehr nur über den Umweltschutz nachdenken, sondern aktiv etwas tun", erklärt Julian Becker aus Kärnten.

Für dieses Projekt reisten die jungen Menschen (16 bis 30 Jahre) aus ganz Europa an. Sie arbeiten freiwillig und ohne Bezahlung. Dafür erhielten sie Kost und Logis. Ines Meyer und Dídac Torrens sind extra aus Barcelona angereist.

"Ich dachte zu Beginn nicht, dass es so viel Spaß machen würde. Die Leute sind außerdem sehr nett", berichtet Ines Meyer.

Antonia Rothenanger aus Bayern ist schon zum sechsten Mal dabei.

Tatkräftige Unterstützung

Francescas Vater, Günther Nowotny, ist einer der Gründer von Halm und erklärt:

"Hier handelt es sich um eine ehemalige Streuwiese, die Hotspots der Artenvielfalt sind."

 Die Biotopschutzgruppe lokalisierte die vernachlässigten Naturschutzflächen, welche auf Grund ihrer Gegebenheiten meist nicht bewirtschaftbar für den Grundbesitzer sind. Für die Kulinarik nach dem Arbeitstag sorgte Patricia Christ, die auch tatkräftig mitarbeitete. Der Alpenverein übernahm den Großteil der Kosten von 2.000 Euro. Insgesamt leisteten die Jugendlichen allerdings über 500 freiwillige Arbeitsstunden (inklusive der Vorbereitungen) im Wert von 10.000 Euro.

Details: Freiwillige Praktika Alpenverein
Infos: Biotopschutzgruppe Halm

Autor:

Bettina Buchbauer aus Flachgau

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