Protestaktion
Pflegeberufe fordern mehr Wertschätzung

Weisen mit Figuren auf die Probleme im Pflegeberuf hin: D. Zeilinger, R. Schuchter, K. Roschitz, K. Uriach, B. Dominik.
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  • Weisen mit Figuren auf die Probleme im Pflegeberuf hin: D. Zeilinger, R. Schuchter, K. Roschitz, K. Uriach, B. Dominik.
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Stellvertretend für Pfleger im ganzen Land: Protest in Oberndorf gegen aktuelle Arbeitsbedingungen.

OBERNDORF. Um auf die Probleme im Pflegeberuf hinzuweisen, stellte die Gewerkschaft vida vor dem Gemeinnützigen Krankenhaus Oberndorf Pappfiguren als Stellvertreter für die Pfleger in ganz Österreich auf. Unter dem Motto „Mehr von uns. Besser für alle“ haben die Figuren stellvertretend auf das im gesamten Gesundheitsbereich fehlende Personal aufmerksam gemacht.

Erster Salzburger Protest

Das Krankenhaus Oberndorf stellte der Gewerkschaft den Eingangsbereich für diese Aktion zur Verfügung.

"Im Krankenhaus Oberndorf ist die Lage des Pflegepersonals gut. Wir sind dankbar, dass wir hier unsere Protestaktion, welche in Salzburg soweit einzigartig ist, veranstalten dürfen",

sagt vida-Landesvorsitzender Rudolf Schuchter.

Der vida-Landesvorsitzende Rudolf Schuchter.
  • Der vida-Landesvorsitzende Rudolf Schuchter.
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Brigit Schliernzauer, die kaufmännische Leiterin des Krankenhauses, meint: "Unser vorrangiges Ziel ist die optimale, hochqualitative und individuelle Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – von der ärztlichen Betreuung über Therapie und Pflege bis hin zu Verwaltung und Betrieb unserer Einrichtung – sind dafür der wichtigste Faktor."

Gemeinsame Ziele

Seit Kurzem haben sich auch die restlichen Gewerkschaften sowie die Ärztekammer den Forderungen der vida angeschlossen. "Wir ziehen alle an einem Strang", meint Branislav Dubraja von vida dazu. 

"In Österreich gibt es viele Pfleger, die ihren Beruf nicht mehr ausüben",

erklärt Kajetan Uriach von vida (Landessekretariat Salzburg).

Kajetan Uriach von vida.

Damit will er zeigen, dass die Pfleger auf Grund der Arbeitsbedingungen nicht mehr in diesem Feld tätig sind. Daher gehört einiges geändert.

Mehr Personal

Die Gewerkschaft fordert 20 Prozent mehr Personal in Krankenhäusern und eine rasche Aufstockung als Akutmaßnahme, um Engpässe zu vermeiden. Das wäre ein positiver Wandel für die Beschäftigten und die Patienten. Das Krankenhaus Oberndorf hat im Moment keine Engpässe diesbezüglich.

"Aus Solidarität und als Unterstützung für ganz Österreich helfen wir ein Zeichen zu setzen",

sagt Kurt Roschitz, Betriebsratsvorsitzender des Gesundheitszentrums Oberndorf.

Kurt Roschitz, Betriebsratsvorsitzender des Gesundheitszentrums Oberndorf.
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Berechnung ändern

Bundesweit wünscht sich vida einheitliche, verbindliche Berechnungsmethoden für eine bedarfsgerechte Zahl der Pfleger. Uriach erklärt, dass in Salzburg die nötige Anzahl nur mit "ausreichend Personal" beschrieben werde, was natürlich immer Auslegungssache sei.

Aus- und Weiterbildung

Auch die Ausbildung ist ein wichtiger Punkt.

"Es ist nett, dass man das Ansehen des Pflegeberufs durch einen Bachelor erhöhen wollte", sagt Uriach, "jedoch ist besonders die Praxis, die Arbeit am Patienten, sehr wichtig."

Er weist auch darauf hin, dass es vielen potentiell guten Pflegern durch den Bachelor leider oft nicht möglich ist, die Ausbildung zu machen. Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, dass Interessierten an einer guten Ausbildung nichts im Wege steht. Auch in Oberndorf ist dies wichtig,

"da in ein paar Jahren viele Pfleger hier in Pension gehen werden und neues Personal notwendig sein wird", sagt Roschitz.

Bevölkerung stimmt zu

Die Pappfiguren interessierten auch die Besucher des Krankenhauses.

"Wir sollten oft erklären, wofür diese stünden und haben immer positive Rückmeldungen und unterstützende Worte bekommen",

sagt Schuchter.
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Autor:

Bettina Buchbauer aus Flachgau

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