Viel Genuss nach Ladenschluss

Genießer Brend und Melanie Aberer bei der Trüffelverkostung.
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SALZBURG (mm). Konditoren, Bäcker, Fleischer und andere Lebensmittelhandwerker liessen sich bei der bereits dritten Nacht des Genusses über die Schulter schauen. Mehr als 30 Betriebe folgtem dem Aufruf der Landesinnung der Lebensmittelgewerbe und luden zahlreiche Gäste zu genussvollen und informativen Stunden nach Ladenschluss in ihre Geschäfte. "Ich freue mich, dass die Betriebe mit so viel Engagement an der Nacht des Genusses teilgenommen haben", freut sich Innungsmeister Hubert Berger. Der Andrang und der Wissensdurst der Gäste war groß. Die Fragen reichten von der Rohstoffbeschaffung über die Ausbildung bis zu konkreter Zubereitung von Sauerteig, Pralinen oder Leberkäse.

Süße Geheimnisse
"Die Nacht des Genusses ist eine tolle Initative, um den Konsumenten den Unterschied zwischen industriell und handwerklich gefertigten Lebensmitteln zu veranschaulichen", sagt Martina Moser. In ihrer Konditorei in Seekirchen gab es tiefe Einblicke in die Trüffelproduktion. "Man merkt, wie erstaunt die Leute sind, wie viele Arbeitsschritte für die manuelle Herstellung einer Trüffelkugel notwenig sind. Das steigert die Wertschätzung unserer Arbeit." Nach der Einführung in das süße Geheimnis durften die Gäste dann auch ausgiebig genießen und sich fleissig durch Schoko-Chili-, Amaretto-Mandel und Aperol-Spritz Trüffel kosten. Für den passenden Ohrenschmaus sorgten die Schüler des Seekirchner Musikums mit stimmiger Untermalung.

Geselliges Geniessen
In Elixhausen wurde weniger gearbeitet. Die Fleischerei Friedrich Gmachl setzte auf ein geselliges Beisammensein mit ihren Kunden. Bis 21 Uhr wurden die Gäste mit hausgemachten Würsten, Bier und Prosecco verwöhnt. "Wir sind schon zum dritten Mal dabei und haben diesmal einen geselligen Schmankerlabend veranstaltet, der sehr gut angekommen ist", resümiert die langjährige Verkaufskraft Maria Moser.

Stadt Genuss
Die Salzburger Lebzelterei Johann Nagy startete bereits um 17 Uhr. "Wir hatten im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich bessere Resonanz", erzählt Elisabeth Maislnger. "Unsere Kunden waren froh, dass es bei uns schon früher losging und sind der Einladung gerne gefolgt." Die Gästen probierten sich durch eine Vielzahl verschiedener Gebäcksorten und jeder Gast nahm ein Lebkuchenherz mit eigenem Namen mit heim.

In der neu eröffneten Kochschule und Vinothek von Laura und Günther Grahammer Cook & Wine in der Bachstraße wurde sogar bis 23 Uhr gearbeitet und genossen. "Unsere zahlreichen Besucher haben Pestos und Chutneys hergestellt und waren von der Vielzahl unserer Gewürze begeistert", so Jungunternehmer Grahammer. "Die Nacht des Genusses ist eine tolle Plattform, um sein Angebot zu präsentieren. Wir wollen ja vor allem Genußmenschen ansprechen. Die Veranstaltung passt genau zu unserer Geschäftsidee. Es hat riesig Spaß gemacht."

Süsses und Hochprozentiges im Pinzgau
Den süßen Kreativen konnten die Gäste in Lofer bei der Confiserie Berger über die Schulter schauen. "Wir haben uns über mehr als 500 Besucher gefreut", berichtet Pressesprecherin Katrin Krmbacher. "Auf großes Interesse ist unsere Kreativabteilung gestossen". Sandra Schwaiger zeigte, wie man Marzipanfiguren modelliert und präsentierte ausgefallene Schokoschaustücke." In der Gießerei wurden Schokoladeschalen gegossen und das Geheimnis, wie man Nougatpralinen professionell aufdressiert wurde gelüftet.

In Saalfelden zog es viele interessierte zum Edelbrenner Siegi Herzog. Vor zwei Jahren nahm der mehrfach prämierte Brenner des Jahres die modernste Brennanlage in Europa in Betrieb. Jetzt weihte er die zahlreichen Besucher in die hohe Kunst des Brennens ein. "Es hat mich ganz besonders gefreut, dass so viele EInheimische sich für meine Arbeit interessieren und unsere Produkte wertzuschätzen wissen." Damit bei den Verkostungen nicht allzuschnell der Alkohl in den Kopf stieg gab es parallel zum Williamsbrand und diversen Whiskey-, Gin- und Vodka-Raritäten Käseköstlichkeiten von Martina Herzog aus der eigenen Käserei.

Rund ums Brot
In Mühlbach zauberten die Gäste unter fachkundiger Anleitung der Familie Bauer Handsemmerl, Handstangerl und himmlisches Holzofenbrot und probierte sich anschliessend durch die gesamte Palette der handgeschöpften Schokoloaden. Insgesamt 17 Sorten gibt es. Von Vogelbeer über Chili-Erdbeer bis hin zur Heublumenschokolade. Auch hier war der Andrang groß. "Im nächsten Jahr wird es bei uns wieder eine Nacht des Genusses geben", so die Familie Bauer einstimmig. "Wer es heuer nicht geschafft hat, sollte den Termin im nächsten unbedingt schon jetzt fix einplanen. Es lohnt sich."

Im Lungauer feiert man am längsten
Enormer Andrang herrschte bei der Fleischerei Schader in Tamsweg. Dort hat man wohl die längste Nacht des Genusses gefeiert. "Bei uns gingen die Betriebsführungen und Verkostungen bis ein Uhr früh", berichtet Geschäftsführerin Claudia Kocher. Die Gäste konnte sich vom Inhaber Alfred Macheiner bei laufender Produktion alles haarklein erklären und vorzeigen lassen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gekostet und gefachsimpelt. "Der Abend war ein voller Erfolg und wir sind im nächsten Jahr ganz sicher wieder dabei", so die Geschäftsführerin.

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