100 Jahre Republik
Stumme Zeugen bewegter Vergangenheit

Sisi-Steinrelief am Bahnhof in Seekirchen.
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  • Sisi-Steinrelief am Bahnhof in Seekirchen.
  • Foto: Foto: Kleemayr
  • hochgeladen von Kathrin Hagn

THALGAU/SEEKIRCHEN (kha). Er war eine große Unternehmerpersönlichkeit in der Zeit der Donaumonarchie: Die Rede ist von Nicolaus Gärtner, seines Zeichens Erfinder und Ingenieur. Eine revolutionäre Verzinkungsmethode brachte Gärtner zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts großen wirtschaftlichen Erfolg ein: 1884 gründete er in der Flachgauer Gemeinde Thalgau ein Metallschmelz- und Raffinierwerk, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts das größte seiner Art in Europa war.

Unternehmer und Erfinder

Das „Gaertnersche Zinnoxyd“ galt als das beste seiner Zeit. Kurz vor der Jahrhundertwende, im Jahr 1893, ließ sich Gärtner auch in Thalgau nieder: Er errichtete die Villa Amönenburg, ganz der Architektur der Zeit entsprechend, die noch heute stolz über Thalgau thront.

Sisi in Stein

Eine andere "stumme" Zeugin längst vergangener Tage findet sich in Seekirchen: Eine in Stein gemeißelte "Sisi" erinnert am Seekirchener Bahnhof an ein tieftrauriges Ereignis: den Tod der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn – Elisabeth von Österreich. Am 15. September 1898 hielt hier auf der "Elisabethbahn" der Trauerzug mit der Leiche der in Genf ermordeten Kaiserin. Die ganze Bevölkerung von Seekirchen und der umliegenden Umgebung versammelte sich, um einen letzten Blick auf den Sarg zu werfen und von der Monarchin Abschied zu nehmen.

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