Pfadfinder Oberndorf
Vom Unkraut zum Speiseis

Das Eis aus dem Unkraut schmeckte nicht nur den Pfadfindern gut. Es war schnell ausverkauft.
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  • Das Eis aus dem Unkraut schmeckte nicht nur den Pfadfindern gut. Es war schnell ausverkauft.
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Die Kinder und Jugendlichen der Pfadfinder Oberndorf befreiten einige Flächen vom lästigen Springkraut. Aus den Bl´üten und den Samen entstand ein ganz besonderes Eis.

OBERNDORF. Das indische Springkraut ist zwar schön anzuschauen, aber die im 19. Jahrhundert "eingewanderte" Pflanze verbreitet sich sehr rasch und verdrängt so viele heimische Gewächse. Meist trifft man diese invasive Pflanze mit den rosa Blüten an feuchten Standorten an.

Zweimal losgezogen

Die Kinder und Jugendlichen haben Berge von Springkraut gesammelt.
  • Die Kinder und Jugendlichen haben Berge von Springkraut gesammelt.
  • Foto: Mittasch
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Die Oberndorfer Pfadfinder haben sich der Problematik angenommen und bei einem Arbeitseinsatz im Juni einen ausgewiesenen Teil im Naturpark Salzachauen bei Weitwörth vom Springkraut befreit. Ende September rückten wieder 20 Kinder und Jugendliche aus und bearbeiteten einen Nachmittag lang ein Grundstück entlang der Salzach in Oberndorf. "Dabei sammelten sie die Blüten und Samen und machten daraus Sirup", erklärt Wolfgang Mittasch von den Pfadfindern, der die Kids auf die Idee brachte, Sirup aus den getrockneten Blüten zu machen.

Gelee und Sirup

Der Lehrer und begeisterte Pfadfinder selbst hatte bereits im Vorjahr Gelee aus den Blüten gemacht. "Der Geschmack ist ganz besonders", erklärt er. Seine Töchter gaben der Speise den Namen "Feengelee", weil sie so zartrosa war. Wohl deshalb trug Mittasch es auch dem Eismacher Luca Rizzardini vom Eissalon "Der Eismacher" in Laufen an. Er ist für seine ausgefallenen Eissorten weitum bekannt. Bei ihm kann man neben Springkraut-Eis auch Rosen-, Spargel- oder Tannenspitzeneis probieren.

Sorbet genossen

Die Samen des Springkrautes schmecken nussig.
  • Die Samen des Springkrautes schmecken nussig.
  • Foto: Mittasch
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Der von den Kindern hergestellte Sirup wurde im Eissalon zu Sorbet verarbeitet. Die nussig schmeckenden Samen des Springkrauts wurden als Tüpfelchen auf dem "i" drüber gestreut. Den Pfadfindern schmeckte das Sorbet wunderbar.

Zwei Seiten

"Die Pfadfinder haben gezeigt, dass man auch Pflanzen mit schlechtem Ruf in ‚coole’ und wohlschmeckende Produkte verwandeln kann", erklärt Wolfgang Mittasch.

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