Wenn Alltagssorgen pfeilschnell verschwinden

Konzentriert - Sabrina Mader beim Bogenschießen mit einem Curve-Bogen.
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  • hochgeladen von Birgit Gehrke

Die Neumarkterin Sabrina Mader bietet meditative Bogenschieß-Stunden im Wald. Das Treffen der Ziele steht dabei nicht im Vordergrund.

HENNDORF (big). Erst einmal tief durchatmen. Dann den Bogen in Richtung Ziel heben, fokussieren, Energie bündeln – und loslassen. Im Idealfall hat der Pfeil nun sein Ziel getroffen. Primär geht es bei „SHEP-Bow“ aber – im Gegensatz zum Bogensport – nicht darum, sich möglichst viele Punkte zu „erschießen“. Vielmehr steht der Entspannungsfaktor im Vordergrund. „Man soll die eigene Kraft wieder spüren. Aber natürlich geht es auch ums Treffen und man freut sich wenn es klappt. Das kommt mit der Zeit fast automatisch dazu“, erklärt Sabrina Mader. Die Neumarkterin bietet Waldspaziergänge mit Pfeil und Bogen an. Zum SHEP-Bow kam Mader vor einigen Jahren im Zuge ihrer Natur-Therapie-Ausbildung.

Heilung durch Erfahrung

SHEP („Systemic Healing Experience Practitioner“) bedeutet soviel wie Heilung durch Erlebnis und Erfahrung. Ein Teil des SHEP-Trainings ist das Bogenschießen. Mader: „Ich sehe es als eine Art Geh-Meditation. Es fängt schon mit der eigenen Körperwahrnehmung an. Mit Pfeil und Bogen geht man gleich aufrechter durch den Wald. Auch hat der Wald eine bewiesene Heilwirkung auf Körper und Geist.“
SHEP-Bow ist mehr als ein Sport – auch wenn die Armmuskeln nach den ersten Versuchen deutlich zu spüren sind. Es geht um den Stressabbau, darum sich selbst – den eigenen Körper – wieder zu spüren. „Es schaut oft so kriegerisch aus, aber es ist ein sehr friedlicher Sport. Das kriegerische ist halt auch oft negativ besetzt – das muss es gar nicht. Es hat auch mit Selbstbewusstsein zu tun“, erzählt Mader.

Salzburger Wald-Parcours

Am liebsten bewegt sich Mader im Wald, den Bogensportplatz – etwa in Henndorf – benutzt die Salzburgerin nur zum Einschießen. Parcours gibt es im Salzburger Land einige – in Koppl, Thalgau oder Henndorf. Meist sind es 28 Plastik-Tiere, die auf den vorgegebenen Wegen auf die Schützen warten. Mader: „Am Anfang hatte ich Hemmungen auf die Tiere zu schießen, auch wenn sie nicht echt sind. Aber ich blende das Tier im weitesten Sinne aus. In Deutschland gab es in einem Parcour auch mal einen Bierkrug als Zielscheibe.“

Strenge Sicherheitsbestimmungen

Damit nichts passiert gibt es strenge Sicherheitsbestimmungen – Wanderer müssen also keine Angst haben, nähere Bekanntschaft mit einem Pfeil zu machen. So sind die Zielobjekte unter anderem alle so gestellt dass man ein gutes Sichtfeld hat und diese abgesichert stehen, etwa zu einem Hang hin.
Die Waldspaziergänge mit Pfeil und Bogen sind jederzeit buchbar, Leihbögen stehen zur Verfügung. Infos: sabrinamader99@gmail.com

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