Salzburger Kinderrechtspreis
Wenn junge Stimmen Großes bewegen
- Tolle Stimmung herrschte bei der Verleihung des Kinderrechtspreises 2025 im ORFLandesstudio. Zum Abschluss fanden sich alle gemeinsam auf der Bühne ein: Preisträger, Moderatoren, Showact-Musiker, Gäste und Sponsoren aus Politik und Wirtschaft sowie die Organisationsteams der Preisverleihung
- Foto: Bengt Baier
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Seit 20 Jahren zeigt der Salzburger Kinderrechtspreis, wie wichtig es ist, Kindern zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Auch heuer wurden wieder Projekte ausgezeichnet, die Kinderrechte sichtbar machen.
SALZBURG/FLACHGAU. Seit 20 Jahren zeigt der Salzburger Kinderpreis, dass es Menschen benötigt, die hinschauen, handeln und Verantwortung übernehmen. Alle zwei Jahre zeichnen die Kinder- und Jugendanwaltschaft, der Verein Spektrum und „akzente Salzburg“ Projekte von Kindern, Jugendlichen, Institutionen oder Vereinen aus, die sich für die Umsetzung von Kinderrechten starkmachen.
Die diesjährigen Siegerinnen und Sieger
Insgesamt wurden Projekte in drei Kategorien ausgezeichnet: Den ersten Preis in der Kategorie „Kinder, Jugendliche und Schulklassen“ sicherte sich dabei der Kindergarten Schleedorf für das Filmprojekt „Wissen macht selbstbewusst“. Dabei haben sich die Kinder mit unterschiedlichen Medien auseinandergesetzt, wie sie funktionieren, was sie beabsichtigen und wie sie uns beeinflussen.
- In der Kategorie „Kinder, Jugendliche und Schulklassen“ ging der 1. Platz beim Salzburger Kinderrechtspreis 2025 an den Kindergarten Schleedorf für das Filmprojekt „Wissen macht Selbstbewusst“.
- Foto: Bengt Beier
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Vonseiten der Kinder- und Jugendanwaltschaft heißt es weiter: „Diese Erkenntnisse wurden in einen eigenen Film gepackt, der von den Kindern geplant und gedreht wurde.“ Die sechsjährige Preisträgerin Katharina führt zudem aus:
„Unser Filmprojekt ist für uns richtig aufregend, weil wir dabei entdecken, wie Filme überhaupt entstehen, wie viel mit dem Computer gemacht wird und wie viel Spaß es macht, selbst Szenen auszuprobieren – vom Drehen in der Screenbox bis zu unseren eigenen kleinen Abenteuern.“
In der Kategorie „Institutionen und Vereine“ ging der erste Platz währenddessen an das Team Vielfalt mit ihrer „Zeitreiseküche“. Dabei verwandelte sich die Küche des Seniorenwohnhauses Lehen in einen Ort der Begegnung, bei dem Kinder, Jugendliche und Bewohner zusammentreffen, traditionelle Gerichte kochen und (Lebens-)Geschichten miteinander teilen.
„Mir hat es gefallen, dass wir mit älteren Menschen etwas machen konnten und nicht nur zu Hause sitzen mussten. Und dass wir den Preis gewonnen haben – einfach nur: Wow!“
Chloe, Schülerin (11 Jahre)
Abschließend wurde Gerhard Hofbauer in der Kategorie „Einzelpersonen“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Hofbauer stellte ein Musiktheater – „Die Kinderbrücke“ – auf die Beine, in dem er Kinder mit und ohne Fluchterfahrung zusammenbringt, um mit ihnen die Themen Frieden, Sicherheit und Zusammenhalt zu bearbeiten.
- Der 1. Platz beim Salzburger Kinderrechtspreis 2025 in der Kategorie „Institutionen und Vereine“ ging an das Team Vielfalt mit „der Zeitreiseküche“. Bei diesem Projekt verwandelt sich die Küche des Seniorenwohnhaus Lehen in einen Ort der Begegnung, bei dem Kinder, Jugendliche und Bewohner des Hauses zusammentreffen, traditionelle Gerichte zubereitet werden und die jeweiligen (Lebens-)geschichten miteinander geteilt werden
- Foto: Bengt Beier
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Mitbestimmung ist mehr als eine Floskel
Wie es sich für einen Kinderrechtspreis gehört, entschieden nicht nur Erwachsene über die Gewinnerinnen und Gewinner: Auch eine Kinderjury – bestehend aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kinderstadt „Mini-Salzburg“ und der Kinderzeitung „Plaudertasche“ – bewertete die eingereichten Projekte.
Kinder- und Jugendanwältin Johanna Fellinger betonte im Rahmen der Preisverleihung zudem: „Kinder leben in herausfordernden Zeiten – Kriege, Inflation, Fake News, Klimakrise. Umso wichtiger ist es, ihre Rechte zu stärken.“ Fellinger weiß:
„Kinderrechte geben Schutz, Chancengleichheit und stärken die Stimmen junger Menschen – sie sind ein Garant für eine unbeschwerte Kindheit.“
Ähnliche Signale sendete auch die Salzburger Politik. So erklärte etwa Landesrat Wolfgang Fürweger: „Die heute ausgezeichneten Initiativen geben Kindern eine Stimme, stärken sie und ihre Fähigkeiten. Die Leidenschaft, mit der hier ans Werk gegangen wird, schenkt Zuversicht und Optimismus für ihre und unsere Zukunft.“
- Gerhard Hofbauer erhielt in der Kategorie Einzelpersonen mit seinem Projekt „Die Kinderbrücke“, ein Musiktheater, das Kinder mit und ohne Fluchterfahrung zusammenbringt und die Themen Frieden, Sicherheit und Zusammenhalt bearbeiten, den 1. Platz.
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Im Anschluss unterstrich Bürgermeister Bernhard Auinger die große Bedeutung gelebter Kinderrechte für die Stadt Salzburg. Er betonte: „Kinderrechte und Kinderschutz sind für mich von zentraler Bedeutung. Der Salzburger Kinderrechtspreis zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die Stimmen von Kindern und Jugendlichen hörbar zu machen und ihnen echte Mitbestimmung zu geben. Projekte wie jene, die heute ausgezeichnet wurden, schaffen Bewusstsein, stärken junge Menschen und machen deutlich: Eine Stadt ist nur dann wirklich lebenswert, wenn Kinder und Jugendliche geschützt sind und ihre Rechte geachtet werden.“
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