Westbahn stört Regionalverkehr

Thomas Koidl setzt sich unermüdlich für die Wiederherstellung des 30-Minuten-Taktes zwischen Salzburg und Seekirchen ein.
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SEEKIRCHEN (kle). Mit der Fahrplanänderung Ende letzen Jahres haben die Österreichischen Bundesbahnen  den Zug-Takt für Pendler nach Seekirchen massiv verschlechtert.  Fuhr vorher alle 30 Minuten ein Zug, so muss man nun im schlechtesten Fall 40 Minuten warten. Laut Scotty Fahrplanauskunft dauert die schnellste Verbindung von Seekirchen nach Salzburg auch schon mal 45 Minuten, weil man über Neumarkt nach Salzburg geschickt wird. Grund dafür ist die Mehrauslastung der Schienen durch die Westbahn, die seit einem Jahr die Strecke Wien – Salzburg im 30-Minuten-Takt fährt.

Petitionsplattform 

Thomas Koidl gründete eine Petitionsplattform und überbrachte im Frühjahr die gesammelten Unterschriften gemeinsam mit Vizebürgermeister Walter Gigerl der damaligen Verkehrslandesrätin Brigitta Pallauf. Ohne Erfolg. Durch seinen Einsatz für einen bessere Takt ist Koidl mittlerweile ein profunder Kenner des Nahverkehrs: "Die Infrastruktur der ÖBB macht Geld mit der Westbahn und das geht auf Kosten des Regionalverkehrs."

Halbstundentakt - nicht nur für die Westbahn

Mit ein Grund für die Beliebtheit des Wohnortes Seekirchen ist die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. An die 2.500 Menschen können den Bahnhof innerhalb von fünf Minuten fußläufig erreichen. Das wollen die Menschen auch nutzen. Aber die langen Wartezeiten sind für viele ein Grund wieder auf das Auto zurück zu greifen. "Das ist nicht nur ein Rückschritt für Seekirchen, sondern auch für den Zentralraum Salzburg", so Koidl. 

Verbesserung möglich

Er sieht jedoch Möglichkeiten der Verbesserung: "Würde die Westbahn nicht genau den 30-Minuten Takt bekommen, sondern 35/25 Minuten, könnte der Zug nach Braunau in Seekirchen halten." Darüber hinaus würde eine rasche Umsetzung der technischen Sicherheitsmaßnahmen auf der Strecke von Steindorf nach Braunau die Züge in diesem Bereich schneller machen.  "Dadurch würde Zeit eingespart für einen Halt in Seekirchen und Hallwang." Mit Ideen wie diesen werden Thomas Koidl und Walter Gigerl am zwölften November bei Verkehrslandesrat Stefan Schnöll vorsprechen. "Wir glauben, dass bei etwas gutem Willen aller ein Interessensausgleich möglich sein wird", hofft Koidl auf die Intervention von Seiten des Landes. "Beim Öffentlichen Nahverkehr sollte man über Orts-, Landes- und – im Falle Freilassings –  auch Staatsgrenzen hinausdenken.

Autor:

Gertraud Kleemayr aus Flachgau

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