Flachgautunnel
Bauern machen mit Radweg Druck

Johann Goiginger senior und junior mit Franz Hutticher, die gerade neben dem Weg Holzarbeiten verrichten.
3Bilder
  • Johann Goiginger senior und junior mit Franz Hutticher, die gerade neben dem Weg Holzarbeiten verrichten.
  • Foto: Gertraud Kleemayr
  • hochgeladen von Gertraud Kleemayr

Zwei Köstendorfer Bauern wollen den Weg um den Wallersee im Bereich Wenger Moor sperren, wenn der Pachtvertrag mit der Gemeinde in ein paar Jahren ausläuft. Grund dafür ist, dass sie sich nicht angehört fühlen.

KÖSTENDORF. Seit eineinhalb Jahren ziert im Bereich Wenger Moor ein Plakat den Wallerseerundweg. Darauf steht, dass der stark frequentierte, beliebte Weg wegen des Tunnelbaues gesperrt werde. Für viele nicht nachvollziehbar, denn im Moor selbst wird es keine Baustelle geben.

Nicht mehr lebensfähig

Tatsache ist aber, dass zwei vom Bau stark betroffene Bauern den Pachtvertrag für den Rundweg, der in ein paar Jahren ausläuft, nicht verlängern werden, wenn das ÖBB-Tunnelprojekt in der geplanten Form kommen sollte. "Wir verlieren einen Großteil unseres Grundes und können nicht mehr von der Landwirtschaft leben", so Franz Hutticher. Auch die beiden Goigingers, Johann senior und Johann junior, der den Hof erst vor einem Jahr übernommen hat, hoffen darauf, dass wenigstens der Aushub mit der Schiene abtransportiert und das Betonwerk nicht notwendig sein wird. Dadurch würde weniger Land verbraucht. "Wir haben nichts gegen die Radfahrer und Wanderer, aber der Weg ist die einzige Möglichkeit, auf uns aufmerksam zu machen", sind sich die Bauern einig.

Aufmerksam machen

Sie hoffen, dass die drohende Schließung des Weges die Öffentlichkeit und damit auch die Politik auf den Plan rufen wird. Denn es handelt sich hier um eine Lücke von fast zwei Kilometern Radweg, der für die Wallerseegemeinden sehr wichtig ist.

Für Ausgleich sorgen

"Ich kann die Vorgehensweise der Bauern verstehen und wir müssen wohl oder übel hinnehmen, wenn sie den auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollen", so der Köstendorfer Bürgermeister Wolfgang Wagner. Deshalb wollen die vier Ortschefs der Wallerseegemeinden, dass die ÖBB den Rundweg auf ihre Kosten verlegen, damit die entstehende Lücke geschlossen wird. Vom Land kam bis jetzt wenig Hilfe. "Die frühere Landesrätin Maria Hutter hat uns geraten, uns an den Bund zu wenden", so Hutticher. Ihre Nachfolgerin Daniela Gutschi will sich mit den betroffenen Bauern in Verbindung setzen. Viele Chancen sieht aber auch sie nicht: "Mir ist es ein Anliegen, dass der Naturschutz berücksichtigt wird, aber das laufende Verfahren liegt nicht in meiner Hand."
Das könnte dich auch interessieren.....

Ist die Schließung des Radweges für die Bauern sinnvoll?

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen