"Eigentlich sind wir eine bunte Truppe"

Margarete Brennsteiner-Köckerbauer, Erich Tadler und Gabriele Fürhapter.
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SEEKIRCHEN. Drei Salzburger Spitzen-Kandidaten zur Nationalratswahl vom Team Stronach sind in der Redaktion der Bezirksblätter Flachgau in Seekirchen Rede und Antwort gestanden.
Ein Interview von Michaela Ferschmann

LAbg. im Team Stronach Gabriele Fürhapter, Platz 1 im Regionalwahlkreis Flachgau/Tennengau, Selbstständige aus Wals-Siezenheim.

Margarete Brennsteiner-Köckerbauer, Platz 2 auf der Landesliste Salzburg, Bilanzbuchhalterin aus Seekirchen. (Neueinsteigerin im Team Stronach)

NR-Abg. im Team Stronach Erich Tadler, Clubobmann-Stv., Platz 1 auf der Landesliste Salzburg, Angestellter aus Salzburg. Zuerst FPÖ, dann BZÖ, nun Team Stronach.

BEZIRKSBLÄTTER: Was sind Ihre persönlichen Anliegen in der Politik?

Gabriele Fürhapter: Was auf alle Fälle ein wichtiges Thema ist, ist das Wohnen, leistbares Wohnen, weiters Kinderbetreuung und dass verkehrspolitisch was zu verändern ist. Landes- und bundesweit. Das sind auch meine Themen im Landtag. Also Familie, Integration von Behinderten, Tierschutz und Soziales.

Margarete Brennsteiner-Köckerbauer: Ich will Bürger verstärkt in die politische Arbeit einbinden. Dafür habe ich hier in Seekirchen nämlich ein gutes Beispiel: die geplante Bebauung der Baugründe Winkelhofer, dem ehemaligen Bauhof. Wenn sich die Bevölkerung nicht vehement dagegen gewehrt hätte, hätten wir jetzt ein Verkehrschaos und wir hätten alle umliegenden Ein- und Zweifamilienhäuser bei Hochwasser ertränkt. Und dann hätten wir auch von der Infrastruktur her zu wenig Kindergartenplätze, zu wenig Schulplätze, zu wenig Arbeitsplätz, und wir würden wieder eine Schlafstadt werden. Alle, denen es in der Stadt Salzburg zu teuer ist, wohnen hier, aber nur zum Schlafen. Das Zweite, das mir sehr am Herzen liegt, ist der bewusste Umgang mit Lebensmitteln. Und da meine ich jetzt nicht nur die Tiere, die man von A nach B karrt, um sie dann irgendwo zu schlachten, wenn sie eh schon halb verendet und verdurstet sind … da meine ich dann auch die Grünpflanzen. Dass man einfach nachhaltig wirtschaftet, dass keine Bodenerosion stattfindet, und dass auch nachfolgende Generationen noch ein lebenswertes Leben haben und gute Lebensmittel. Mein Wunsch wäre auch, dass man die Anzahl der politischen Funktionen begrenzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in der vierten, fünften und sechsten politischen Funktion noch den selben Biss und Durchblick hat. Ein weiterer Punkt sind Subventionen und Förderungen, die bedarfsgerecht überarbeitet werden müssen. Teilweise bekommt man etwas vom Bund, dann vom Land, dann wieder von der Gemeinde. Das gehört einfach gebündelt.

Erich Tadler: Als aktives Mitglied des Nationalrates war mir der Kontakt zu den Bürgern immer schon ein wichtiges Anliegen. Die berühmte 380 kV-Diskussion ist ebenso immer ein wichtiges Thema – ich bin ja auch als Agrarsprecher sehr sensibel für Umweltthemen. Eigentlich sind wir von den politischen Farben her eine recht unpolitische Truppe, und das gefällt mir sehr. Bei uns geht es daher immer um die Zielrichtung und die Umsetzung. Wir wollen keine machtpolitischen Spielereien.

BEZIRKSBLÄTTER: Eine Frage speziell an Frau Fürhapter: Was sind Ihre Ziele als Kandidatin des Flachgaus für den Bezirk?

Gabriele Fürhapter: Was besonders wichtig ist, ist ein offenes Ohr für die Bürger. Wo drückt der Schuh? Da ist natürlich auch das Thema Wohnen ein großes. Im Flachgau wird das Wohnen immer teurer, es ist für viele nicht mehr leistbar. Wir brauchen auch mehr Kinderbetreuungsplätze für den Flachgau, es muss da auch Rücksicht genommen werden auf die Arbeitszeiten von Alleinerzieherinnen. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist ebenso ein wichtiges Thema im Bezirk.

BEZIRKSBLÄTTER: Jetzt höre ich immer wieder soziale und grüne Themen, mit wem würden Sie denn gerne im Nationalrat in Koalition zusammenarbeiten?

Erich Tadler: Mit allen, die unsere Generalthemen ebenfalls vertreten. Ein wichtiges Thema ist da zum Beispiel auch der Schuldenstopp. Wir machen Schulden Ende nie, wir müssen auch an die anderen Generationen denken. Ein weiterer Punkt für eine Koalition ist die Vereinfachung von Gesetzen. Wir haben Gesetze, die nicht lesbar sind, die nicht verständlich sind. Wer diese Dinge, genauso wie unsere Umwelt- und Verkehrsthemen mit uns umsetzen will, mit dem gehen wir in eine Koalition. Ich finde es ja toll, wie das bei uns in Salzburg gelungen ist, dass nach der großen Koalition einer anderen Koalition eine Chance gegeben wurde.

Gabriele Fürhapter: Und das funktioniert ja gut in Salzburg. Es gibt eine sehr gute Gesprächskultur, immer ein offenes Ohr, es wird direkt miteinander kommuniziert, und so sollte es eigentlich auch sein.

Margarete Brennsteiner-Köckerbauer: Ich würde sagen, dass wir uns sowieso darauf einstellen müssen, dass sich die politische Landschaft beständig ändert. Ich glaube, dass je mehr Leute sich für die Politik interessieren, umso mehr Richtungen wird es geben. Also, ich kann mir durchaus vorstellen, dass dann aus allen, auch den Kleinparteien, vernünftige Köpfe mitarbeiten, um etwas für Östereich zu schaffen und zu bewegen. Ich denke sehr stark, dass in diese Richtung noch sehr viel passieren wird.

Autor:

Michaela Ferschmann aus Flachgau

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