Bürgermeister geht in Pension
Ich werde mich erst mal in der Pension einrichten

Peter Schröder verlässt das Rathaus und wird Privatmann.
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Bürgermeister Peter Schröder übergab letzten Freitag das Bürgermeisteramt von Oberndorf an seinen Nachfolger Georg Djundja.

OBERNDORF. Was seine größten Erfolge in den 15 Jahren als Ortschef waren und was er in Zukunft mit seiner neu gewonnenen Freizeit anfangen wird, erzählt Peter Schröder im Interview.

Herr "Altbürgermeister" Schröder, was zog Sie in die Politik?
PETER SCHRÖDER:
Ich komme aus einem politisch geprägten Elternhaus und interessierte mich als Oberndorfer schon immer für die Gemeindepolitik. Deshalb bin ich seit 1987 in der Gemeindevertretung aktiv. Sieben Jahre später habe ich die Führung der SPÖ-Ortspartei übernommen und 1999 wurde ich Vizebürgermeister. Als ich dann 2004 mit acht Stimmen Vorsprung zum Bürgermeister gewählt wurde, hatte ich selbst nicht wirklich damit gerechnet, die ÖVP zu schlagen. Aber die Bürger waren unzufrieden mit der finanziellen Misslage der Gemeinde und haben mir wohl zugetraut, das zu ändern.

Was waren Ihre größten Erfolge im Amt? 
PETER SCHRÖDER:
Meine erste große Aufgabe war es, die Finanzen zu sanieren. Später haben wir unter meiner Führung unter anderem Schulen gebaut, das Kanalnetz erneuert und an Siggerwiesen angeschlossen und Wohnraum für junge Oberndorfer geschaffen. Ein sehr schöner Erfolg war der Bau des Europasteges, der uns noch näher an Laufen herangebracht hat. Möglich war dies mit Mitteln aus der EU. Ich bin sehr zufrieden damit, was wir in den letzten 15 Jahren für Oberndorf erreicht haben. Wir haben bei 5.900 Einwohnern eine Infrastruktur, die andere Gemeinden mit 25.000 Bürgern haben.

Oberndorf hat sein Krankenhaus erhalten und erweitert. Wie war das möglich?
PETER SCHRÖDER:
Mithilfe des privaten Gesundheitsanbieters Vamed konnten wir das Krankenhaus für Oberndorf sogar erweitern. Und wir haben hervorragende Ärzte, die auch wissenschaftlich arbeiten. Von Seiten Christian Stöckls hatten wir keine große Unterstützung. Dabei müsste es im Land ein Anliegen sein, eine Gesundheitsversorgung von hoher Qualität in der Region zu sichern.

Was lief nicht so gut?
PETER SCHRÖDER: Die Zusammenarbeit war mit den Grünen und der FPÖ konstruktiv, die ÖVP legte sich zuerst oft quer. Und die Angriffe via Facebook von der Neuen Oberndorfer Wählerschaft waren nicht gerade fein. Ansonsten war ich gerne Bürgermeister. Und ich bin glücklich, mit Georg Djundja einen fähigen Nachfolger als Bürgermeister zu haben.

Was haben Sie sich für die Pension vorgenommen?
PETER SCHRÖDER:
Da habe ich auch weiterhin meine Termine (lacht), aber mit meinen zwei Enkeln. Aber Scherz beiseite, ich werde erst einmal schauen, dass ich in der Pension ankomme. Außerdem möchte ich reisen, lesen und tun, was sich so ergibt.

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