Meinung: Wie man auch im Herbst baden geht

Viel ist in den vergangenen Jahren schon über die „Häuslbauersteuer“ geredet worden, doch konkrete Vorstellungen dazu wollte noch niemand nennen. Die SPÖ lässt jetzt die Katze aus dem Sack – und will die Grundbesitzer ordentlich zur Kasse bitten. Geht man davon aus, dass für ein Einfamilienhaus mindestens 500 Quadratmeter Grund benötigt werden und der Quadratmeter quer durch die 119 Gemeinden Salzburgs grob durchschnittlich 200 Euro kostet, dann sind wir bei 100.000 Euro Grundkosten. Dazu kommen obligate Nebenkosten und künftig eben auch die Widmungsabgabe – sofern es sich um neu gewidmetes Bauland handelt: 15.000 Euro für die Gemeinde- und Landeskasse, plus 2.000 Euro jährlich für alle, die fünf Jahre lang und darüber hinaus nicht zu bauen beginnen. Die Idee dahinter ist einerseits mehr Steuergerechtigkeit und andererseits die vielerorts dringend notwendige Baulandmobilisierung. Beides sind berechtigte Anliegen, der Vorschlag der SPÖ dazu endlich ein konkretes Konzept, über das diskutiert werden kann. Dass es auch umsetzbar ist, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Der reflexartige Aufschrei der ÖVP als Schutzpatron der „Häuslbauer“ ist vorprogrammiert und vor allem: Die Rechnung werden letztlich die „normalen“ Bürger und weniger die oft genannten Spekulanten bezahlen, denn: Wer will bitte wie verhindern, dass die Mehrkosten auf die Wohnungspreise aufgeschlagen werden?

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