Sollen homosexuelle Paare auch Eltern werden dürfen?

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Zu den Details: Unter den Befürwortern von Adoptionen durch homosexuelle Paare gehören vor allem Frauen, aber auch die Jungen. 55 Prozent der unter 35-Jährigen sind ausdrücklich dafür, weitere 18 Prozent aus dieser Altersgruppe hätten zumindest nichts dagegen.

EGMR-Urteil im Herbst erwartet
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hatte in einem Interview Mitte Mai gesagt, sich die Erlaubnis von Adoptionen für gleichgeschlechtliche Paare vorstellen zu können. Die Bezirksblätter haben deshalb vom Grazer Meinungsforschungsinstitut GMK die Einstellung der Salzburger dazu eruieren lassen. Beim Kinderwunsch für Homosexuelle spielt auch das Thema „Künstliche Befruchtung“ eine Rolle. Deshalb und auch weil die geltende Gesetzeslage laut einem ersten Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes dem Diskriminierungsverbot widerspricht (unter anderem ist eine Samenspende Dritter nur bei der Befruchtung im Körper, nicht aber im Reagenzglas und nur für heterosexuelle Paare erlaubt, eine Eizellenspende sowie Leihmutterschaft sind gänzlich verboten), wurde dieses Thema mit abgefragt. Auf Verlangen der Bundesregierung wird das Verfahren vor der Großen Kammer des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes (EGMR) derzeit neu aufgerollt, ein Urteil wird frühes-tens im Herbst erwartet.

Mehrheit für Samenspende für Frauen-Paare
Den Ergebnissen der GMK-Umfrage zufolge befürwortet knapp die Hälfte der Salzburger (47 Prozent) die Möglichkeit künstlicher Befruchtung durch Samenspende für Frauen-Paare, zusammen mit jenen 13 Prozent, denen es egal ist, wären es dann 60 Prozent, die nichts gegen eine solche Gesetzesänderung haben. Weitere 37 Prozent sprechen sich allerdings dagegen aus.

Leihmutterschaft wird überwiegend abgelehnt
Schwieriger wird es beim Thema „Leihmutterschaft“. Hier wollen 40 Prozent der Salzburger, dass diese Möglichkeit weiterhin generell, also auch für heterosexuelle Paare, verboten bleibt. Jeder fünfte Salzburger (21 Prozent) möchte, dass Leihmutterschaft zumindest für homosexuelle Paare weiterhin verboten bleibt. Genauso viele Salzburger (22 Prozent) sprechen sich für die Möglichkeit einer Leihmutterschaft bei homosexuellen Männer-Paaren aus.

Befragt wurden vom 23. bis 25. Mai 2011 400 Personen ab 16 Jahren aus dem Bundesland Salzburg, die Ergebnisse sind repräsentativ und weisen eine maximale Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent auf.

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