Auf dem Weg zur LMS-Königsklasse

MATTSEE. Der erst 21-jährige Dodo Kraihamer zählt zu den talentiertesten Piloten im österreichischen Motorsport. Der Rookie kann bereits auf eine beeindruckende nationale und internationale Rennkarriere zurückblicken. Bereits beim Auftakt der Le Mans Series in Le Castellet (FRA) im vergangenen Jahr konnte er im Qualifying auf den hervorragenden 2. Platz vorfahren – erste Startreihe beim Debüt in der LMP2-Klasse. Nach einem beispiellosen Rennverlauf an der Spitze des Feldes warf jedoch ein technischer Defekt beim Oreca 03-Nissan das Team auf Rang vier zurück, auf dem Krai-hamer das Rennen auch beenden konnte. So schrammte man nur knapp am Stockerl vorbei. Beim Rennen in Spa-Francorchamps (BEL) konnte durch eine fehlerlose Leistung des gebürtigen Mattseers und dessen Teamkollegen Nicolas de Crem der erste Podiumsplatz gesichert werden: trotz Motorprobleme, Silber.

Lebenstraum wird wahr
Die soliden Leistungen und das große Engagement von Dodo waren auch Oreca-CEO Hughes de Chaunac aufgefallen. Er beorderte prompt den Jungstar in das Oreca-LMP2-Werkscockpit für Le Mans. Ein Traum des 21-Jährigen ist wahr geworden. Er durfte als einer der jüngsten Piloten im Feld bei der 79. Auflage des 24-Stunden-Rennens an den Start gehen. In seinen Einsätzen konnte er bis zu 10 Sekunden auf die Konkurrenz herausholen und fuhr laut seinen Beobachtern auf LMP1-Niveau. Trotz des Unfalls seines Fahrerkollegen - was das vorzeitige Aus für das Team bedeutete - war Kraihamer mit der eigenen Leistung äußerst zufrieden.

Der Rennprofi, der nebenbei in Wien studiert, konnte weitere Top-Platzierungen im vergangenen Jahr auf seinem Konto verbuchen. Zurück bei seinem Stammteam Boutsen Energy Racing ging er beim 6-Stunden-Rennen in Imola an den Start. Nach einem erneuten 2. Platz im Qualifying kam es bei seinem Boliden wieder zu technischen Problemen. Dennoch konnte Kraihamer das Rennen auf dem 11. Platz beenden.

Titel nur knapp verpasst
Besser hingegen lief es in Silverstone: Nach einer souveränen Aufholjagd landete man am Ende auf dem hervorragenden 3. Rang. Damit wahrte das Rennteam auch noch die Chance auf den Vizemeistertitel der LMP2-Klasse. Kraihamer musste am eigenen Leib miterleben, wie eng Freud und Leid wiedereinmal im Motorsport beisammen liegen: Beim Saisonfinale 2011 in Estoril (POR) sorgte ein Bremsdefekt 32 Sekunden vor Schluss für den Ausfall und die Vernichtung der Titelträume.

Die Vorbereitungen für die aktuelle Saison verliefen laut Dominik Kraihamer sehr gut. Mit dem Privatwerksteam, Oak Racing, ging es Mitte März zum diesjährigen Saisonauftakt der Langstrecken-WM nach Sebring, Florida (USA). Im Rennen konnte sich Kraihamer trotz einer Kollision mit Nick Heidfeld auf den 7. Platz vorarbeiten. Von der Boxengasse aus musste er dann fassungslos beobachteten wie der Motor seines Dienstwagens, während sein Kollege Guillaume Moreau hinterm Steuer saß, auf der Rennstrecke explodierte. „Ich lasse mich durch die häufigen technischen Probleme nicht unterkriegen“, so Kraihamer, der positiv in die Zukunft der aktuellen Saison 2012 blickt und noch viele Momente am Podium mit seinem neuen Team erleben möchte.

Autor:

David Egger aus Flachgau

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