Laufsport
Daniel Steinlechner nahm zwei Mal am "Höllen-Ironman" auf Hawaii teil

Zwei Mal war der amtierende Salzburger Landesmeister im Marathon Daniel Steinlechner beim legendärsten Ironman auf Hawaii dabei – 1998 und 99. (Hier beim 10 km-Lauf in Mondsee, den er als Zweiter beendete).
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  • Zwei Mal war der amtierende Salzburger Landesmeister im Marathon Daniel Steinlechner beim legendärsten Ironman auf Hawaii dabei – 1998 und 99. (Hier beim 10 km-Lauf in Mondsee, den er als Zweiter beendete).
  • Foto: Foto Viertbauer/Steinlechner
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

21 Jahre ist seine erste von zwei Teilnahmen beim legendären Ironman auf Hawaii her. 1998 finishte der Bergheimer Daniel Steinlechner den ältesten Triathlon über die Langdistanz und wiederholte dieses Kunststück ein Jahr später. Schon im Wettkampf 1999 wusste Steinlechner das war's mit dem Triathlon und konzentrierte sich auf das Laufen. Im Frühjahr holte er sich mit fast 50 Jahren seinen dritten Salzburger Landesmeistertitel im Marathon in Linz und erlebte qualitativ den Höhepunkt seiner Sportlerkarriere beim "Wings for Life"-Word-Run.

BERGHEIM. 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen – die klassische Distanz bei einem Triathlon über die Langdistanz. Jeder Sportler, der einen Ironman in Angriff nimmt, weiß, dass er physisch und psychisch weit über seine Grenzen hinaus gehen muss, um ihn zu finishen. Auf der Pazifikinsel Hawaii kommen noch die Faktoren Hitze, Meer und Wind dazu. "Es ist die Hölle eines Rennens", denkt der Bergheimer Daniel Steinlechner an seine beiden Starts beim legendärsten Triathlon der Welt zurück.

Triathlon – "die schönste Sportart"

21 Jahre ist sein erster Start auf der Insel her. "Das ich mich damals qualifiziert habe, war Wahnsinn. Du hoffst natürlich, dass es sich ausgeht, aber rechnest nicht damit", beschreibt der Flachgauer, der heute für den ASV Salzburg läuft. "Ich habe zu Beginn meiner Triathlon-Zeit viel Lehrgeld zahlen müssen. Ich musste beim Schwimmen bei Null anfangen und das Kraulen erst mal richtig lernen. Am Anfang trainierte ich nicht nach System, sondern wie ich wollte", so Steinlechner. Sowohl im Juli 1998 als auch ein Jahr später schaffte er das Hawaii-Limit beim damaligen Triathlon-Klassiker in Roth bei Nürnberg. 9:39 Stunden reichten beim ersten Mal, 9:34 Stunden beim zweiten Mal. "Für mich ist Triathlon die schönste Sportart, die es gibt", betont der 50-Jährige.

"Wieso tue ich mir das an?"

10:57:12 Stunden – dies stand 1998 oben am Zielbanner, als der damals 29-Jährige bereits bei einsetzender Dunkelheit seinen ersten Hawaii-Ironman finishte. "Mein Ziel war es unter elf Stunden ins Ziel zu kommen und das habe ich geschafft. Das war ein fantastisches Gefühl." Ein Jahr später und mit den Erfahrungen vom Vorjahr kam der Bergheimer nach 10:35:35 Stunden ins Ziel, doch es wird für einige Jahre oder vielleicht für immer das letzte Mal sein. Vor allem in seiner Spezialdisziplin, dem Laufen, lief es nicht nach Wunsch. Er war langsamer als im Jahr davor. "Ich war enttäuscht von meiner Laufleistung und habe mir wohl auch zu viel Druck gemacht", sagt der Ausdauersportler. "Ich habe bereits im Rennen gewusst, dass ich danach mit dem Triathlon aufhöre."

Währenddessen kam dem selbstständigen Zahntechniker immer wieder die Frage "Wieso tue ich mir das an?". Vor allem auf der Radstrecke auf Hawaii kann einem der Wind alle Kräfte rauben. Dort verliert man am meisten Zeit. Aber vom Schwimmen auf Hawaii schwärmt Steinlechner auch 20 Jahre nach der Teilnahme noch. "Es ist zwar sehr anstrengend im Pazifik, aber es ist wie im Aquarium. Du siehst einfach alles am Meeresgrund." Sein Traum ist es, noch einmal auf Hawaii starten zu können und diesen dann auch zu Ende zu bringen.

Laufen als positive Sucht

Nach dem Ende seiner Triathlonkarriere wechselte Steinlechner zum Laufen. Bei seinem ersten Marathon in Wien 2000 "bin ich auf der zweiten Hälfte gestorben". Das Highlight folgte im November mit dem New York-Marathon. "Das ist ein Klassiker für mich, ein Erlebnis und das hat mich nach dem Ironman gereizt." In 2:48:23 Stunden kam er im Big Apple ins Ziel. "Laufen ist für mich wie Erholung. Aber du gehst nie so an deine Grenzen wie beim Ironman", erklärt Steinlechner, der von 2003 bis 2015/16 berufsbedingt eine längere Laufpause einlegte.

Sein qualitatives Karriere-Highlight erlebte er im Frühjahr mit seinem dritten Rang beim Wiener "Wings for Life"-World-Run. Erst nach 52,45 Kilometer holte ihn das Catcher Car ein – als weltweit bester Salzburger und 46. global. "Qualitativ ist diese Leistung über den Ironman zu stellen", sagt der 50-Jährige, der auch jetzt noch vier bis fünf Mal die Woche trainieren geht. "Ich bin auf meine jetzigen Leistungen noch stolzer wie früher", betont Steinlechner, der amtierender Salzburger Marathon-Landesmeister ist und bei fast allen Rennen, an denen er teilnimmt im Spitzenfeld mitläuft.
Am vergangenen Wochenende gewann Steinlechner beim 10-Kilometer-Lauf in St. Wolfgang in 36:35 Minuten die M50-Klasse und wurde insgesamt 13. von über 1.800 Startern. "Laufen ist für mich eine positive Sucht und vielleicht schaffe ich es noch einmal den Marathon unter 2:40 Stunden zu laufen", hat der Ausdauersportler bereits sein nächstes Ziel im Visier.

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